Ich habe diese Karte seit Samstag den 24.06.2012 im System mit dem i5-3570K, 8GB 1600MHz Arbeitsspeicher und dem ASUS P8Z77-V Mainboard. Vorab: Die Leistung ist brachial. Im Folgenden mehr zur Karte.
Wie alle Top-Modelle von Asus (Das T in der Kartenbezeichnung steht für Top) kommt auch diese Grafikkarte mit dem DirectuCuII Kühler. Dies besteht, nebst einem sehr großen Kühlkörper mit Heatpipes, aus zwei Radiallüftern. Diese halten die GPU schön kühl und ermöglichen auch die recht hohen Taktraten. Die Bauhöhe dieser Grafikkarte beträgt drei(3) Slots im Gehäuse, außerdem ist sie knapp 30 Zentimeter lang, weshalb sie nicht bei jedem passt und auch Anschlüsse wie USB-Front-Kabel an dieser Stelle stark eingeschränkt sein können. Asus empfiehlt auf ihrer Website für diese Karte außerdem nur ATX Mainboards, keine µATX. Wegen der Übertaktung benötigt diese Karte auch ein wenig mehr Spannung und somit mehr Leistung, weshalb nicht wie bei der GTX680 üblich 2x 6-pin Stromstecker verwendet werden, sondern je ein 6-pin und 8-pin Stecker. Zusätzlich ist über der Platine mit geringem Abstand zu dieser, eine Platte (Backplate) verbaut. Diese soll eine größere und planere Fläche zum Abtransport von Wärme bereitstellen, außerdem ist diese in der Regel aus Materialiengefertigt, die eine Affinität für Wärme besitzen. Die Wärme wird dann an den Luftstrom übergeben.
Die Temperaturen bei mir sind im Idle 25°C (unter Luft mit 3 Gehäuselüftern) und <60°C (meist 52-55°C) unter Last (z.B. Benchmark).
Technische Daten und weiterführende Informationen:
GPU Base Clock ist 1137MHz.
GPU Boost Clock ist 1201MHz.
Laut ASUS werden die Grafikchips für diese GTX680 handverlesen, das bedeutet, dass nur die Besten Chips, die das Beste Übertaktungsverhalten in Sachen Übertaktungspotential, Spannung und Termperatur aufweisen, zur Produktion dieser speziellen GTX680 herangezogen werden.
Den einzigen Nachteil, den ich entdecken konnte, war ein Spulenfiepen der zwei Radiatoren, unter gewissen Lastzuständen. Wenn man nicht gerade Kopfhörer/Headsets in geschlossener Bauweise trägt, ist dieses Fiepen tatsächlich leicht wahrnehmbar; es soll aber nicht bei jedem Modell mit DirectCuII Kühler gleichermaßen auftreten.
Der Preis liegt zwischen 550 und 570 Euro bei den üblichen Händlern, und ist somit im Vergleich zum Referenzmodell welches ab ca. 470 Euro zu Buche schlägt gute 70-100 Euro teurer, je nach Hersteller des Referenzmodells. Dafür bekommt man meiner Meinung nach aber ganz schön was geboten.
Im Überblick:
+ Sehr Leise und effiziente Radialkühler (25-28°C im Idle, <60°C unter hoher Last).
+ Robustes Design, Backplate über der Platine.
+ Sehr hohe Taktraten (1137MHz Base, 1201MHz Boost)
+ Handverlesene Chips, die sich vielleicht noch weiter übertakten lassen.
- Es kann sein, dass ihr eine Grafikkarte erwischt, welche Spulenfiepsen aufweist, diese Problematik besteht bei allen DirectCUII Modellen.
- Der Asus Support soll nicht der Beste sein, aber hoffen wir mal, dass nichts passiert :).
Wichtig: Diese Grafikkarte benötigt 3 Einbauhöhen im Gehäuse und ist außerdem 30 Zentimeter lang. Vorher prüfen!
So, das wars von meiner Seite, und ich hoffe dieses kleine Review hilft euch bei eurer Entscheidung.