Nachdem ich mit dem Board eine ganze Weile herumgespielt habe, wollte ich meine Erfahrungen posten.
Bislang habe ich ein QNAP NAS TS-110 mit einer einzelnen 1,5 TB 5400 rpm Festplatte verwendet. Das Teil erreicht via Gigabit-Ethernet eine kontinuierliche Datentransferrate von ca. 40 MB/s bei großen Dateien und verbraucht ca. 11 Watt. Insgesamt war ich sehr zufrieden, vermisste aber die Möglichkeit, die gespeicherten Daten zu verschlüsseln.
Deshalb wollte ich mir nun selbst etwas bauen und habe dafür das Asus C60M-1-I gekauft.
Ich betreibe das Board mit 2x2 GB Corsair-RAM, einer Pico-PSU zur Stromversorgung und habe einen einzelnen 8 cm Papst-Gehäuselüfter angeschlossen. Zwei 2,5 Zoll 500 GB-Festplatten laufen als vollverschlüsseltes Software-Raid1 unter Debian. Zugriffe erfolgen über Gigabit-Ethernet via Samba, NFS und iSCSI.
Der Stromverbrauch idle beträgt in dieser Konfiguration 15 Watt. Unter Last steigt der Wert auf ca. 22 Watt an.
Der erreichbare Datendurchsatz beträgt ca. 20 - 30 MB/s. Beim Schreiben schwankt die Geschwindigkeit stark und es kommt zu Stockungen, da die CPU-Kerne durch das Software-Raid und vor allem durch die Verschlüsselung voll ausgelastet bzw. schon überlastet sind.
Für meine Anwendungszwecke (hauptsächlich automatisierte Backups meines "richtigen" Servers) reicht mir das. Die Möglichkeit, meine Daten zu verschlüsseln und auch beim Ausfall einer einzelnen Festplatte noch weiter meinen Datenspeicher nutzen zu können, sind mir die 4 Watt Mehrverbrauch gegenüber dem QNAP wert.
Vom Stromverbrauch her gefällt mir das Board gut. Etwas mehr Power (z. B. durch AES-Hardwareunterstützung) wäre aber nett.