Tastaturen mit Hersteller: Raspberry Pi
Subkategorie von Eingabegeräte
Tastaturen
Wenn es streng danach geht, mit welcher Komponente eines Rechners wir am häufigsten interagieren, ist die Tastatur wohl unübertroffen. Von allen Eingabegeräten, zu denen auch Computermäuse, Mousepads, Keypads, Joysticks, Controller oder Eingabestifte zählen, wird die Tastatur am häufigsten genutzt. Dafür ist sie aber auch eine der Komponenten, über die die wenigsten bewusst nachdenken. Dabei gibt es eine Vielzahl von Modellen mit verschiedensten Eigenschaften, spezialisiert auf alles von Büroarbeit bis Gaming. Es lohnt sich durchaus, sich damit zu beschäftigen, denn die Unterschiede können signifikant sein und deinen Bedien- und Schreibkomfort spürbar beeinflussen. Wenn du also mehr über Tastaturlayouts, Größen und Tastenhub erfahren möchtest – wir geben dir die Übersicht.
Von der Schreibmaschine zur Computertastatur – ein Rückblick
Hast du dich auch schon gefragt, wie die Verteilung der Buchstaben auf der Tastatur entstanden ist? Um dem auf den Grund zu gehen, müssen wir zurück in die Vergangenheit, genauer gesagt zum Ende des 19. Jh.
Die Anfänge der Schreibmaschine können bis ins Jahr 1714 zurückverfolgt werden, als Henry Mill ein entsprechendes Gerät patentiert, gefolgt von mehreren anderen Ansätzen aus Deutschland, Frankreich und Italien. Die erste Schreibmaschine in der uns bekannten Form wurde 1893 in den Vereinigten Staaten, vom ausgewanderten deutschen Ingenieur Franz Xaver Wagner, patentiert. Das nach ihm benannte Wagner-Getriebe definiert die Funktionsweise einer Schreibmaschine mit von Hebeln ausgelösten Anschlägen bis heute. Patentiert wurde die Erfindung für den Unternehmer und späteren Schreibmaschinenhersteller John T. Underwood.
Damals stand man zum ersten Mal vor der Frage, wie die Buchstaben des (lateinischen) Alphabets am besten auf die Tastatur übertragen werden können. Die ersten Modelle versuchten es in alphabetischer Reihenfolge. Ein anderer Ansatz war es, die am meisten verwendeten Buchstaben zu gruppieren. Beide Ausführungen erwiesen sich als tückisch, denn sie erhöhten die Störanfälligkeit der Schreibmaschinen. Die Hebel, die beim Tastenschlag gegen die eingespannte Seite schnellten, verkeilten sich oft ineinander. Anpassungen der Mechanik gestalteten sich schwierig, denn viel weiter auseinander konnten die Hebel nicht eingebaut werden, ohne auch die Maschine größer zu machen. Als Lösung begannen die Hersteller, die Buchstaben so zu gruppieren, dass die am öftesten verwendeten Buchstaben- und Zeichenfolgen möglichst weit voneinander auf der Tastatur lagen.
Bei modernen Tastaturen spielen die mechanischen Hebel zwar keine Rolle mehr, jedoch wurden die Tastaturlayouts der Schreibmaschinen wegen ihrer Bekanntheit übernommen. Wer an der Schreibmaschine flink war, konnte auch am Rechner in der Textverarbeitung genauso schnell sein. Ursprünglich war die Tastenbelegung an die englische Schriftsprache angelehnt, doch Schreibmaschinen wurden auf der ganzen Welt populär, zum Teil auch in Ländern, die nicht das lateinische Alphabet oder aber andere Sonderzeichen als Englisch verwenden. Also wurde die Tastaturbelegung entsprechend angepasst und es entstanden verschiedene Layouts und Sprachversionen. Die gängigsten stellen wir kurz vor.
Layout- und Sprachversionen
Schreibmaschinen und somit auch die ersten Tastenfelder basieren auf einem US-amerikanischen Patent, somit ist auch die Tastaturbelegung für Eingaben auf Englisch optimiert. Auf dieser Belegung basieren alle gängigen modernen, an verschiedene Sprachen angepasste Varianten. Unterschiede gibt es nicht nur in der Anordnung der Buchstaben, sondern vor allem der Platzierung von Sonderzeichen, die den jeweiligen Sprachen eigen sind. So benutzen Tastaturen in englischsprachigen Ländern etwa sogenannte QUERTY-Tastaturen, eine Bezeichnung, die auf die Folge der ersten fünf Buchstaben in der obersten Reihe der Tastatur beruht. Analog dazu gibt es im deutschsprachigen Raum QUERTZ-, sowie im französischen AZERTY-Tastaturen. Die Unterschiede in der Tastaturbelegung ergeben sich aus der Häufigkeit, mit der diese Buchstaben in den entsprechenden Sprachen Verwendung finden. Selbstverständlich gibt es auch Tastaturen für Sprachen, die andere Buchstaben als die uns geläufigen lateinischen Zeichen benutzen.
Zusätzliche Unterschiede gibt es in der Platzierung bzw. der Größe und Form von Funktionstasten, wie Eingabe/Enter, Feststelltaste/Caps Lock, Druck/PrintScreen. Grundsätzlich wird hier zwischen ISO-Tastaturen (nach ISO-Normen standardisiert, in Europa verwendet) und ANSI-Tastaturen (in der restlichen Welt) unterschieden.
QUERTY/AZERTY in allen Ehren, aber nicht alle finden diese Tastaturbelegung ideal. Auf der Suche nach dem besten Kompromiss zwischen Nutzerfreundlichkeit und Ergonomie, gibt es Varianten mit alternativer Tastenbelegung (Dvorak, Colemak, Bépo) oder ganz anderem Bedienkonzept (Maltron).
Unser Tipp: Suchst du nach einer Tastatur mit einer bestimmten, sprachbezogenen Tastenbelegung, bietet dir die Geizhals-Suche viele Filtermöglichkeiten.
Wie funktioniert eine Tastatur?
Kurz die Taste drücken und schon erscheint der Buchstabe im Dokument – doch wie genau kommt es dazu? Damit es funktioniert, ist die Tastatur mit dem Rechner verbunden, ob physisch, über Kabel oder über Funk/Bluetooth. Damit können elektrische Signale ausgetauscht werden, die der Prozessor des Rechners verstehen kann. Diese entstehen, wenn die Tasten gedrückt werden. Mit jedem Druck wird ein kleiner Stromkreis geschlossen und damit ein elektrischer Impuls generiert. Wieso das wichtig ist, erfährst du im folgenden Kapitel.
Welche Tastaturtypen gibt es?
Für das im vorigen Kapitel erklärte Funktionsprinzip gibt es verschiedene technische Umsetzungen. Allen gemein ist eine eingebaute Leiterplatte, auf der jeder Tastendruck registriert wird. Unterschiede gibt es beim Mechanismus, der das Öffnen und Schließen des Stromkreises bewerkstelligt bzw. den spürbaren Widerstand bei Tippen jeder Taste erzeugt.
Am weitesten verbreitet, weil auch in der Herstellung am preiswertesten, sind Rubber-Dome-Tastaturen. Die Tasten drücken in dieser Bauweise auf eine Matte mit Gumminoppen, wodurch der spürbare Tippwiderstand entsteht. Außer dem geringen Preis, hat diese Bauweise mehrere andere Vorteile. Die reduzierte Dicke der Silikonmatte ermöglicht sehr flache Bauweisen. Die Widerstandsfähigkeit des Materials ermöglicht im Schnitt bis zu zehn Millionen Anschläge, was auch bei täglichem Gebrauch zu einer durchschnittlichen Lebensdauer von fünf Jahren führt. Rubber-Dome-Tastaturen werden wegen dieser Eigenschaften auch gerne in Notebooks eingebaut. Willst du eine möglichst flache und leichte Tastatur und bist du mit einem eher flachen Tippgefühl zufrieden, dann führt kein Weg an diesem Typ vorbei.
Mechanische Tastaturen verlassen sich, wie der Name impliziert, auf einen fein justierten Federmechanismus, der beim Tippen den Fingerdruck auf die darunterliegende Leiterplatte überträgt und den Stromkreislauf dadurch schließt. Die Silikonnoppen der Rubber-Dome-Tastaturen können mit der Zeit ihre Elastizität verlieren. Der Federmechanismus ist eindeutig langlebiger. Außerdem reagiert er auf den Anschlag mit einem stärker spürbaren Gegendruck, der allgemein als angenehmer empfunden wird. Auch muss die Taste nicht vollständig durchgedrückt werden damit der Tastendruck registriert wird. Dadurch können Hersteller das Tippgefühl variieren und Verbraucher:innen haben eine größere, auf ihre Vorlieben abgestimmte Auswahl. Insgesamt gelten mechanische Tastaturen als langlebiger, aber auch weniger anfällig für Latenzen in der Wahrnehmung der Anschläge. Zugegeben, Latenzen von wenigen Millisekunden sind bei durchschnittlichen Büroarbeiten vernachlässig- bis gar nicht wahrnehmbar, nicht so aber beim Gaming, wo manchmal jeder Sekundenbruchteil zählt. Mittlerweile sind aber nicht nur Zocker Hauptzielgruppe, denn auch Vielschreiber schätzen den wahlweisen sanften oder knackigen Druckpunkt oder den leisen oder deutlich wahrnehmbaren Tipplaut.
Eine Mischform aus Mechanik und Rubber-Dome-Tastatur sind die halbmechanischen Tastaturen. Diese besitzen zwar einen kleinen Federmechanismus, der Gegendruck wird aber stets von einer Gummikuppel erzeugt. Verwendung finden sie außer auf dem Schreibtisch in Notebooks, die zwar eine möglichst flache Bauweise, aber auch ein zuverlässiges und langlebiges Eingabegerät bieten wollen. Eine noch größere Reaktionsschnelligkeit als rein mechanische, bieten mechanisch-optische Tastaturen. Hier wird kein Stromkreis geschlossen. Der mechanische Auslöser unterbricht stattdessen eine Lichtschranke, wodurch das Signal noch schneller an die CPU des Rechners gesendet wird. Mechanisch-magnetische Tastaturen funktionieren ähnlich, nur dass die Eingabe in diesem Fall als Veränderung des Magnetfelds registriert wird.
Switches – verantwortlich für Tippgefühl und Geräuschpegel
Verantwortlich für das wahrgenommene Tippgefühl mechanischer Tastaturen sind die eingesetzten Federmechanismen, die sogenannten Switches (vom engl. switch, also Schalter). Und nichts anderes sind diese: bei jedem Druck schließen bzw. wirken sie ein auf den unter den Tasten liegenden Stromkreislauf, die Lichtschranke oder das Magnetfeld und erzeugen somit die Impulse, die an den Rechner weitergeleitet werden.
Linear, taktil, clicky – das sind die drei häufigsten Switch-Typen. Gleichzeitig beschreiben diese Namen das erzeugte Tippgefühl ziemlich genau. Ein anderes Indiz für ihre Eigenschaften liefert die Switch-Farbe. Ob rot, braun, grün oder blau – die Farben gelten herstellerübergreifend. Waren sie früher nur für Hardware-Enthusiast:innen ein Begriff, sind sie spätestens seit dem Home-Office-Boom auch einem breiteren Publikum bekannt. Auf den einschlägigen Plattformen sind leicht Videos zu finden, in denen Influencer:innen und Technikblogger:innen ihre Tipps für die perfekte Ergonomie und Ästhetik am Arbeitsplatz preisgeben. Selbstverständlich dabei: ausführliche Tests zu Haptik, Tippgefühl und Klickgeräusche von (teilweise selbstgebauten) Tastaturen. Selbst wenn dein Interesse nicht so weit reicht, ist ein kurzer Überblick zu verschiedenen Switch-Typen und ihren Farben sicher hilfreich:
- Lineare Switches (rot und schwarz) geben weder hör- noch spürbares Feedback beim Tippen. Schreiben geht flüssig und lautlos. Arbeitest du in sehr leiser Umgebung oder magst du einfach keine Klickgeräusche – lineare Switches sind für dich gemacht.
- Clicky Switches (blau und grün) geben sowohl fühl- als auch hörbares Feedback. Du merkst beim Tippen genau, wann die gedrückte Taste ausgelöst hat, und musst diese dafür nicht bis zum Anschlag eindrücken. Vorteile: schnellere Reaktionen, weniger Ermüdung der Finger beim Tippen. Nachteile: das Klickgeräusch kann als zu laut empfunden werden.
- Taktile Switches (braun) bieten eine Kombination – einerseits kein lautes Klicken, andererseits aber einen deutlich spürbaren Druckpunkt. Vor allem Vielschreiber:innen schätzen sie.
Ergonomische Tastaturen
Der Tennis-Arm ist nicht nur Hobbysportlern ein Begriff, aber was ist mit dem Maus-Arm? Tatsächlich gibt es das Krankheitsbild Repetitive-Strain-Injury, das eine Sehnenscheidenentzündung bezeichnet, die sich als bisweilen stechender, unangenehmer Schmerz im Handgelenk manifestiert. Unternimmt man nichts dagegen, kann der Schmerz sogar chronisch werden. Grund dafür ist der Umgang mit Tastatur und Maus. Benutzt du diese, zwingst du deine Handgelenke in eine unnatürliche Position. Deswegen ist es sehr wichtig, regelmäßige Pausen einzulegen und die Finger und Handgelenke mit entsprechenden Übungen zu lockern. Für die meisten reicht das als Vorsorge aus. Gehörst du zu ihnen, musst du dir keine Gedanken um die Ergonomie deiner Tastatur machen. Für alle anderen gibt es spezielle Tastaturen, die durch die Aufteilung der Tasten in eine linkes und ein rechtes Feld, sowie durch ihre leicht gewellte Form für ein angenehmeres Arbeiten bzw. eine natürliche Position der Handgelenke sorgen.
Willst du die Ergonomie deines Arbeitsplatzes verbessern, ohne gleich eine neue, spezielle Tastatur zu kaufen? Abhilfe schaffen auch Handballenauflagen aus Silikon. Sie stützen die Handgelenke und verringern dadurch die Belastung der Muskeln und Sehnen.
Der Nummernblock und sein Einfluss auf Größe und Formfaktor
Auf der Tastatur findest du nicht nur Buchstaben und Funktionstasten, sondern auch Zahlen. Aber nicht jede Tastatur hat einen eigenen Bereich für Zahlen, den sogenannten Nummernblock. Heißt das im Umkehrschluss, dass ohne ihn keine Zahlen eingegeben werden können? Natürlich nicht, denn auf Tastaturen ohne dediziertes Nummernfeld sind die Zahlentasten (und so gut wie alle anderen mit Ausnahme der Buchstaben) aus Platzgründen doppelt und zum Teil dreifach belegt. Um alle Symbole nutzen zu können müssen also Tastenkombinationen gedrückt werden.
Wenn du viel mit Zahlen arbeitest, ist das Vorhandensein des Nummernblocks ein wichtiger Entscheidungsfaktor, da er deine Arbeit erleichtert und das Tippen flüssiger macht. Auch für Gamer können Zahlentasten wichtig sein, da sie zusammen mit den Pfeiltasten zur Spielsteuerung verwendet werden können. Vielschreiber (wie z.B. Online-Redakteure) brauchen nicht zwingend ein Zahlenfeld und können dafür eine Tastatur mit kleineren Maßen in Betracht ziehen.
Dank der Funktionsweise der Tastaturen bieten alle gängigen Betriebssysteme Möglichkeiten, die Belegung anzupassen. Anwender:innen können also ganz nach ihren Vorlieben sowohl einzelne Tasten anpassen oder eigene Tastaturkürzel anlegen. Das geht entweder über das Betriebssystem, über die Steuerungssoftware der Tastatur selbst oder mit Hilfe von Drittanbieter-Apps. Bist du dir unsicher, wie das genau geht, ist Google dein Freund. Online kannst du alle Infos und Anleitungen finden.
Je nachdem, ob ein Nummernblock vorhanden ist oder nicht bzw. wie er im Tastaturlayout umgesetzt ist, gibt es folgende gängige Formfaktoren:
- Fullsize/100% - häufigster Formfaktor mit kompletten Nummernblock
- 96% - gleiche Tastenanzahl und gleiches Layout wie im Vollformat, etwas kleiner
- Tenkeyless/TKL/80% - kein Nummernblock, sonst alle Tasten des Vollformats vorhanden
- 75% - gleiche Tastenanzahl wie Tenkeyless, aber etwas kleiner, da die Pfeiltasten nach links wandern
- 65% - im Grunde gleich zur 75%-Tastatur, aber ohne Funktionstasten
- 60% - es fehlt alles rechts der Enter-Taste sowie die Funktionstasten
Beleuchtung
Eine beleuchtete Tastatur ist eines dieser Features, von denen du wahrscheinlich gar nicht weißt, wie praktisch sie sind, bevor du sie ausprobierst. Sie macht deine Arbeit nämlich sehr viel angenehmer. Vor allem wenn du das Licht in deinem Arbeitszimmer herunter drehst oder wenn du am Abend arbeitest, reicht das Licht, das dein Display ausstrahlt, nicht mehr aus, um die Markierungen der Tasten richtig zu erkennen. Mit einem dezenten Rücklicht aber bleibt alles gut lesbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass du deine Mitmenschen nicht stören musst, wenn du am Abend arbeitest und über kein separates Arbeitszimmer verfügst.
Etwas extravaganter gefällig? Willst du deine Lieblingsfarbe sehen oder soll sich die Tastatur ins Farbkonzept des Arbeitszimmers einfügen? Tastaturen mit farbiger Hintergrundbeleuchtung ermöglichen dies. Modelle, die die gesamte RGB-Farbpallette abdecken, ermöglichen die größte Auswahl. Diese „bunten“ Tastaturen sind bei Gamern sehr beliebt, fürs Büro sind sie möglicherweise zu auffällig. Magst du es hingegen schlicht, aber praktisch, kann natürlich auch einfach auf Weiß geschaltet werden.
Verbindung
Bei Notebooktastaturen musst du dir keine Gedanken mehr zu diesem Thema machen, doch deinen Desktop-PC musst du mit der Tastatur verbinden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: entweder kabelgebunden oder kabellos, über Funk oder Bluetooth. Kabelgebundene Tastaturen werden über USB mit dem Rechner verbunden. Dadurch brauchen sie keine eigene Energiequelle, sondern beziehen diese vom Computer. Vorteil dieser Variante ist, dass keine Latenzen wahrnehmbar sind. Außerdem kann die Verbindung nur dann abreißen, wenn die Tastatur vom Computer ausgesteckt wird. Deswegen sind sie die bevorzugte Wahl von Gamern, die auf zeitgleiche Reaktionen angewiesen sind. Kabellose Tastaturen sind in der Regel auch äußerst zuverlässig, da sie aber per Funk verbunden sind, kann es theoretisch sowohl zu Verzögerungen als auch zu Verbindungsabbrüchen kommen. Funktastaturen verbinden sich, je nach Modell, entweder per Bluetooth oder Funkwellen mit dem Rechner, wobei der Betrieb mit Funkwellen die Verwendung eines kleinen Empfängers voraussetzt, der per USB an den Computer angeschlossen wird. Sollte dein Rechner kein Bluetooth unterstützen, gibt es auch entsprechende Tastaturen mit einem USB-Empfänger.
Gehäuse
Da es sich um ein sehr oft genutztes Peripheriegerät handelt, überrascht es nicht, dass das meistgenutzte Material Kunststoff ist. Dabei geht es bei weitem nicht nur um den günstigen Preis, denn auch im High-End-Bereich sind Kunststofftastaturen zu finden. Beliebt sind auch Tastaturen mit einem Metallgehäuse, wobei die Tastenkappen natürlich immer noch aus Kunststoff gefertigt sind. Tastaturen mit Metallgehäuse gibt es sowohl in ultraflacher Bauweise als auch in etwas höherer mechanischer Ausführung. Und für Nutzer:innen, die ihre Tastatur nicht nur überall mitnehmen wollen, sondern sie gerne so flach wie möglich und flexibel bevorzugen, gibt es Tastaturen aus Silikon. Diese sind praktisch Silikonmatten mit tastenförmigen Erhebungen, der Tastendruck wird von eingebauten Sensoren registriert.
Stromversorgung
Damit die Tastatureingaben registriert und an den Rechner weitergegeben werden, ist ein aufrechter Stromkreislauf nötig. Das heißt, eine Stromquelle wird gebraucht. Ist die Tastatur kabelgebunden, bezieht sie die Energie direkt vom Computer. Bei Funktastaturen kommt der benötigte elektrische Strom entweder aus AA- oder AAA-Batterien, aber auch aus wiederaufladbaren Akkus. Liegt dir Nachhaltigkeit am Herzen, kannst du zu solarbetriebenen Modellen greifen.
Reinigung
Gerade weil die Tastatur tagtäglich im Einsatz ist, wird relativ oft vergessen, sie zu reinigen. Da sie nicht unbenutzt herumliegt, verstaubt sie nicht sichtbar und wirkt dadurch selten verschmutzt. Das ist sie aber. Selbst wenn du immer auf saubere Hände achtest, kommst du doch sehr oft mit den Oberflächen der Tastatur in Kontakt und verbreitest dadurch Keime und Bakterien, die du woanders aufgeschnappt hast. Tastaturen gehören nachweislich zu den größten Virenschleudern in unserer Arbeitsumgebung, neben dem Handy.
Noch nicht überzeugt? Du kannst die regelmäßige Reinigung der Tastatur auch als lebensverlängernde Maßnahme ansehen: Schmutzpartikel (Staub, Krümel etc.) können zwischen den Tasten eindringen und letztendlich die Funktionalität beeinträchtigen. Dabei ist eine monatliche Reinigung gar nicht schwer, vor allem mit den richtigen Hilfsmitteln. Empfehlenswert sind:
- Mikrofasertuch – entfernt Staub und Schmutz, ohne zu fusseln oder Kratzer zu hinterlassen
- Isopropylalkohol – desinfiziert und entfernt hartnäckigen Schmutz, ohne die Elektronik zu beschädigen
- Druckluftspray und Bürste – helfen dabei, Staub oder Krümel aus den Tastenzwischenräumen zu bekommen
- Wattestäbchen – reinigen gezielte Stellen
Häufige Fragen & Antworten
Rubber-Dome- oder mechanische Tastaturen – welche sind besser?
Beide können eine gute Wahl sein, denn beide bieten eigene Vorteile. Willst du einen möglichst leichten, flachen und leisen Begleiter, dann bist du mit einer Rubber-Dome-Tastatur gut beraten. Bevorzugst du dagegen beim Tippen einen knackigen Druckpunkt und deutlich hörbare Klicks, entscheide dich für eine mechanische Tastatur.
Was ist der Unterschied zwischen QWERTZ, QWERTY und AZERTY?
Die Bezeichnungen QWERTZ, QWERTY und AZERTY beziehen sich auf die Anordnung der ersten fünf Buchstaben der obersten Reihe des Buchstabenfelds. Sie geben einen Hinweis darauf, für welchen Markt bzw. Sprache die Tastaturen angepasst sind: QWERTZ ist im deutsch-, QWERTY im englisch-, AZERTY im französischsprachigen Raum verbreitet.
Wie soll eine gute Tastatur für Vielschreiber sein?
Vielschreiber schätzen mechanische, hintergrundbeleuchtete Tastaturen mit taktilen Switches, die einerseits leises und flüssiges Tippen in allen Lichtbedingungen, andererseits aber auch einen deutlich spürbaren Druckpunkt bieten. Um die Handgelenke abzustützen und somit die Ergonomie zu erhöhen, können diese Tastaturen zusätzlich mit Handballenauflagen erweitert werden.
Welche Tastatur ist für Gamer am besten geeignet?
Unter Gamern haben sich die Tastaturen durchgesetzt, die die Eingaben möglichst schnell und zuverlässig weiterleiten. Das sind mechanische, mechanisch-optische und mechanisch-magnetische, jeweils mit clicky Switches in Fullsize und Hintergrundbeleuchtung. Für die Spielsteuerung sind sowohl kleinere, enger platzierte als auch mehrfach belegte Tasten ungünstig.
Wie reinige ich meine Tastatur am besten?
Tastaturen lassen sich sehr leicht mit Isopropylalkohol und einem fusselfreien Tuch reinigen. Kleine Bürsten oder Luftsprays entfernen Staub und Krümel aus schwer erreichbaren Stellen.
Inhaltsverzeichnis
- Tastaturen
- Von der Schreibmaschine zur Computertastatur – ein Rückblick
- Layout- und Sprachversionen
- Wie funktioniert eine Tastatur?
- Welche Tastaturtypen gibt es?
- Switches – verantwortlich für Tippgefühl und Geräuschpegel
- Ergonomische Tastaturen
- Der Nummernblock und sein Einfluss auf Größe und Formfaktor
- Beleuchtung
- Verbindung
- Gehäuse
- Stromversorgung
- Reinigung
- Häufige Fragen & Antworten
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