Jacken und Funktionsjacken für jede Jahreszeit
Ein altbekannter Spruch lautet: Es gibt kein schlechtes Wetter – nur die falsche Kleidung. Und ja, da ist was Wahres dran! Ob zu heiß, zu kalt, zu trocken oder zu nass – das Wetter können wir zwar auch nicht ändern, aber wir zeigen dir im Ratgeber, welche Jacke den Elementen trotzt. Du erfährst welche (Funktions-)Materialien es gibt, was Begriffe wie Wassersäule oder Bauschkraft bedeuten u.v.m. Aber sei gewarnt: Mit unseren Infos hast du am Ende eine (müde) Ausrede weniger, dich vor dem Wetter zu drücken!
Funktionsjacken – Aktiv bei jedem Wetter
So unterschiedlich wie die Jahreszeiten und Einsatzbereiche sind auch die verschiedenen Jackentypen und ihre Eigenschaften. Zwar wird zwischen Funktionsjacken und Modejacken unterschieden, oft sind die Übergänge jedoch fließend.
Klassische Funktionsjacken zeichnen sich durch besondere Eigenschaften wie Wasserdichtigkeit, Winddichtigkeit oder Atmungsaktivität aus. So sind sie ideal für verschiedene Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Laufen, Radfahren oder Skifahren geeignet.
Aber auch im Alltag greifen viele gerne zu Funktionsjacken. Damit z. B. eine Softshelljacke auch zum Büro-Outfit passt, bieten viele Hersteller Modelle in unauffälligen oder modebewussten Designs an.
Insbesondere bei Funktionsjacken – aber auch immer mehr bei Modejacken – wird mittlerweile großer Wert auf den ökologischen Fußabdruck gelegt und daher auf Innovation und Recycling gesetzt.
3-in-1-Jacken/Outdoorjacken
3-in-1-Jacken sind für verschiedene Wetterbedingungen geeignet. Sie bestehen aus zwei einzelnen Jacken, wobei die innere in die äußere Jacke eingezippt oder -geknöpft wird. Damit ergeben sich drei Tragevarianten:
- Nur die Außenjacke, die in ihrer Funktion einer ungefütterten Regenjacke nahekommt.
- Nur die Innenjacke, die aus wärmendem Material wie etwa Fleece besteht und sich für kältere, aber trockene Tage eignet.
- Beide Jacken kombiniert, was eine ideale Lösung für kühles und zugleich feuchtes/nasses Wetter bietet.
So sind 3-in-1-Jacken die Allrounder unter den Funktionsjacken – ideal für Wandertouren oder für Urlaube von Frühjahr bis Herbst. Manche sind auch gut genug gefüttert, um sie als Winterjacken zu tragen. Wenn du also nicht sicher bist, welche Funktionsjacke die richtige für dich ist, kannst du mit einer 3-in-1-Jacke wenig falsch machen und dabei noch Geld sparen. Gute Modelle sind zwar etwas teurer, aber ersetzen dafür drei einzelne Jacken.
Regenjacken und Ponchos
Einfache Regenjacken und Ponchos bestehen aus dünnem Polyester oder Polyamid und sind dazu geeignet, kurze oder leichte Regenschauer abzuhalten. Sie sind sehr leicht, gut faltbar und brauchen kaum Platz im Rucksack oder Gepäck – ideal zum Mitnehmen und spontanen Drüberziehen.
Wertigere Regenjacken bestehen aus mehr als einer Schicht, sind oft kombiniert mit luftdurchlässigem Mesh-Material, welches den Tragekomfort erhöht.
Regenjacken und Ponchos sind zwar praktisch, bieten aber weder eine wärmende noch eine atmungsaktive Funktion und sind daher für längere sportliche Aktivitäten weniger gut geeignet.
Wenn du genau wissen willst, wie wasserdicht deine Jacke ist, dann gibts dafür eine aussagekräftige Währungseinheit – die Wassersäule.
Zur Wasserdichtigkeit: Was ist die Wassersäule?
Wie gut deine Jacke Regen abhält, das verrät dir die angegebene Wassersäule. Sie beschreibt den hydrostatischen Druck – also wieviel Druck ein Material aushält, bevor Wasser ein- bzw. durchdringt. Eine Wassersäule von 1.000 mm entspricht einem Druck von etwa 0,1 Bar.
Wasserdichte Regenjacken sollten eine Wassersäule von mindestens 10.000 mm aufweisen. Bei Skijacken und Hardshell-Jacken sollte sie höher liegen – bei 10.000 bis 20.000 mm. Für alltägliche Winterjacken reichen i. d. R. 5.000 bis 10.000 mm.
Obwohl Hersteller wie Gore-Tex, Primaloft oder Sympatex Membranen anbieten, die Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität kombinieren, gilt nach wie vor: Mit steigender Wasserdichtigkeit sinkt tendenziell die Atmungsaktivität einer Jacke.
Softshell- und Hardshell-Jacken
Softshell
Im Gegensatz zu Regenjacken haben Softshell-Jacken neben der wasserabweisenden auch eine wärmende Funktion. Sie bestehen aus drei Schichten: einem bequemen Oberstoff (typischerweise mit Stretchanteil), einer Membran und einer warmen Innenschicht aus Fleece o.ä.
Komfortkompromiss: Softshell-Jacken vereinen dank einer diffusionsoffenen Zwischenmembran wasserabweisende als auch atmungsaktive Eigenschaften: Feuchtigkeit kann von innen nach außen entweichen, während die Außenseite gleichzeitig vor Regen schützt. Wasserfest bzw. -dicht sind sie jedoch nicht.
Ideal sind Softshell-Jacken daher für sportliche Aktivitäten bei mäßig kalten und feuchten Temperaturen. Aber auch im Alltag werden die bequemen Allrounder gerne getragen.
Hardshell
Wenn du etwas suchst, das (annähernd) 100 % wind- und wasserdicht ist, dann wirst du bei Hardshell-Jacken fündig. Sie ähneln Softshell-Jacken dahingehend, dass sie ebenfalls aus mehreren Lagen bestehen, bieten aber durch spezielle Beschichtungen und verschweißte Nähte verlässlichere Wasserdichtheit – selbst über längere Zeit.
Durch Verstärkungen an neuralgischen Stellen – etwa an der Kapuze oder bei den Schultern, wo der Rucksackriemen aufliegt – hat Regen bei Hardshell-Jacken keine Chance. Gleichzeitig geben sie Feuchtigkeit ab – allerdings nicht ganz so gut wie Softshell-Jacken. Konstruktionsbedingt ist auch der Tragekomfort im Vergleich zu Softshell-Jacken etwas eingeschränkter. Für einen Spaziergang durch die City bei leichtem Schmuddelwetter wäre z. B. eine Softshell-Jacke die bessere Wahl.
Laufjacken und Laufwesten
Laufjacken müssen einerseits den Oberkörper warmhalten, gleichzeitig leichtgewichtig sein und viel Bewegungsfreiheit bieten.
Eine atmungsaktive Membran ist bei Laufjacken essentiell, um Feuchtigkeit rasch nach außen abzuleiten und so den Körper möglichst trocken zu halten. Laufjacken für winterliche Temperaturen sind zusätzlich gefüttert und mit einer dickeren Membran ausgestattet.
Wenn du auf Winddichtigkeit und Wasserfestigkeit Wert legst, achte auf die Herstellerinfos, welche Materialien zum Einsatz kommen. So bietet z. B. Gore-Tex Infinium Schutz vor Nässe und Gore-Tex Windstopper besonderen Schutz vor Wind.
Ein weiteres essentielles Feature bei Laufjacken sind reflektierende Elemente, damit du bei Dämmerung oder Dunkelheit für andere Verkehrsteilnehmer:innen besser sichtbar bist.
Bei Laufwesten kannst du die Ärmel abzippen oder sie haben erst gar keine – das bringt dir mehr Bewegungsfreiheit und ist vor allem bei hohen Temperaturen wesentlich angenehmer.
Fahrradjacken und Fahrradwesten
Auch bei Fahrradjacken hängt die optimale Wahl – ähnlich wie bei Laufjacken – ganz von deinen individuellen Anforderungen ab: Bist du bei kühlen Temperaturen unterwegs? Soll die Jacke auch bei schlechten Wetterbedingungen wie Wind und Regen Schutz bieten?
Um Regenschutz und Atmungsaktivität zu vereinen, kommen – wie etwa bei Laufjacken – spezielle Membranen zum Einsatz, die Feuchtigkeit vom Körper ableiten, aber keine Nässe von außen durchlassen. Auch hier gilt i. d. R.: Je höher die Wasserdichtigkeit, desto geringer die Atmungsaktivität.
Wenn du auch im Winter trainierst bzw. radelst, braucht deine Jacke eine Fütterung. Hier haben sich synthetische Fasern, wie z. B. Primaloft, bewährt, die ihre isolierende Wirkung auch bei Nässe beibehalten. Auch zu Softshell-Materialien wird im Winter dank der idealen Kombination aus Bewegungsfreiheit, Tragekomfort sowie Kälte-, Wind- und Nässeschutz gerne gegriffen.
Bei großer Hitze wählen viele Sportler:innen statt Fahrradjacken angenehmere Fahrradwesten ohne Ärmel, oder ein Zip-Off-Modell.
Weitere Besonderheiten bei Fahrradjacken sind z.B. eine extragroße helmkopatible Kapuze, die über den Fahrradhelm passt. Oder ein Silikonstreifen am Bund der Jacke, damit sie nicht den Rücken raufrutscht. Praktisch ist ebenfalls eine leicht erreichbare Rückentasche und essentiell für deine Sicherheit sind gut sichtbare Reflektoren.
Nachdem beim Radeln hauptsächlich die Beine in Bewegung sind, besteht die Gefahr, dass der Oberkörper auskühlt. Profis sagen dazu Windchill Effekt. Spezielle Fahrradjacken verwenden daher für die Vorder- und Rückseite jeweils unterschiedliche Materialien, die vorne windabweisend und hinten luftdurchlässig sind.
Skijacken und Snowboardjacken
Skijacken müssen viele Eigenschaften unter einen Hut (bzw. Stoff) bringen. Beim Skifahren oder Snowboarden bist du vielen unterschiedlichen Wetterbedingungen – von Kälte, Schnee und Wind bis zu strahlendem Sonnenschein – ausgesetzt. Hinzu kommt der ständige Wechsel zwischen körperlicher Anstrengung und Ruhephasen – etwa beim Warten am Lift oder während kurzer Pausen.
Die Jacke muss daher einerseits vor Unterkühlung schützen und andererseits einem Hitzestau vorbeugen. Das ermöglichen atmungsaktive Membranen und Diffusionsmaterialien, die Feuchtigkeit von innen nach außen ableiten, aber Nässe, Wind und Kälte zuverlässig abhalten. Neben Spezialmembranen werden für Futter und Oberstoff typischerweise Kunstfasern wie Polyester, Polyamid oder Nylon bzw. ihre Markenäquivalente wie Primaloft und Co., verarbeitet. Stretch- und Elastananteile sorgen für ausreichend Bewegungsfreiheit.
Skijacken zeichnen sich nicht nur durch ihre Materialien, sondern auch durch funktionelle Konstruktionsdetails aus: Bei stark gefütterten Jacken beugen gut versteckte Lüftungsschlitze zur Belüftungsmöglichkeit dem Hitzestau vor. Bei staubendem Schnee sorgt ein abnehmbarer Schneefang dafür, dass der Schnee nicht von unten in die Jacke eindringen kann und du schön trocken bleibst.
Praktisch sollte eine Skijacke auch noch sein: Smartphone, Schlüssel, Sonnenbrille, vielleicht noch etwas Verpflegung und natürlich die Liftkarte – wohin damit? Ausreichend gut erreichbare Taschen sind ein absolutes Muss – aber so angebracht, dass du die Jacke nicht öffnen musst, um an deinen Powerriegel oder das Handy ranzukommen.
Viele Modelle bieten neben zahlreichen Taschen auch Befestigungsmöglichkeiten für Handschuhe oder Skibrille, damit sie nicht verloren gehen während der Hüttenpause oder beim gepflegten Après-Ski.
Ein besonderes Sicherheitsfeature sind spezielle Rettungssysteme – wie jenes von RECCO. Stell dir vor, du hast dich verirrt, hast keinen Handyempfang oder bist gar im Schnee eingeschlossen – mit dem RECCO-Reflektor können dich Rettungskräfte trotzdem orten. Das in die Kleidung integrierte oder eingenähte Element funktioniert ganz ohne Batterien. Es reflektiert ein Signal, das von einem speziellen RECCO-Detector ausgesandt wird.
Winterjacken – von modisch bis funktionell
Hochwertige Winterjacken, Mäntel oder Anoraks sehen nicht nur modisch aus, sondern trotzen wie Funktionsjacken zuverlässig Kälte, Schnee und Wind. Weniger relevant als bei Funktionsjacken ist die Bewegungsfreiheit.
Um mit warm gefütterten Winterjacken nicht ins Schwitzen zu kommen – z. B. bei häufigem Wechsel zwischen drinnen und draußen, etwa beim Shoppen – sorgen atmungsaktive mehrlagige Spezialmaterialien für ein angenehmes Trageklima.
Neben der äußeren Wetterschicht braucht es aber auch eine gute Fütterung. Zu den wärmsten Fütterungen zählen Daunen – egal ob tierischen oder künstlichen Ursprungs, das Prinzip der Wärmedämmung ist das gleiche: Durch die große Oberfläche und gleichzeitige Dichte der Federn bilden sich Luftkammern, die Wärme speichern und nicht mehr so schnell entweichen lassen.
Hinzu kommt der Vorteil, dass Daunenjacken leicht sind, ohne dick aufzutragen und damit auch für bewegungsintensive Aktivitäten gut geeignet sind. Oft eingesetzt, aber etwas weniger gut wärmend, sind Isolierungen aus Fleece, Teddyfutter oder Webpelz. Sie werden aus künstlichen Fasern, oft gemischt mit Baumwolle, hergestellt.
Neben den verwendeten Materialien sind ebenso der Schnitt und die Ausstattung mitentscheidend dafür, wie gut du vor den Elementen geschützt bist. Ein langer Schnitt, gut abschließende Ärmel, ein Zugband in der Taille und eine Kapuze mit Fellkragen halten zuverlässig die Kälte draußen. Praktisch sind auch viele und große Taschen, wo du Haube, Schal, Handschuhe und natürlich Handy und Kleinkram unterbringen kannst.
Ein klassischer Parka, der viele dieser Eigenschaften vereint und sowohl funktional als auch modisch vielseitig ist, wäre z.B. ein N3B-Parka – oder eine der vielen Varianten dieses vor Jahrzehnten für die US-Air Force entworfenen „Extreme Cold Weather“-Parkas. Der hochgeschlossene Reißverschluss und der Kunstpelzbesatz der Kapuze können das Gesicht bei Bedarf komplett abdecken, sodass nur noch die Augen herausschauen – daher wird er umgangssprachlich auch Snorkelparka genannt.
Thema Wärmedämmung
Zur Beurteilung der Wärmedämmung gibt die Bauschkraft – angegeben in cuin – Auskunft. Mithilfe dieses Werts ist ein Vergleich zwischen verschiedenen Füllmaterialien bzw. Jacken möglich.
Vereinfacht erklärt: Zur Messung wird eine bestimmte Menge eines Materials – echte/künstliche Daunen, andere Füllstoffe – in einem Messzylinder für 24 Stunden zusammengepresst. Danach lässt sich beobachten/feststellen wie stark sich das Material wieder ausdehnt – also wie groß die Bauschkraft in cuin ist.
Werte ab 500 cuin deuten auf eine gute Wärmeisolierung hin. Hochwertige Materialien wie Daunen erreichen meist über 800 cuin.
Kleine Funktionsmaterial-Kunde
Hier findest du Infos zu einigen der am häufigsten verwendeten Funktionsmaterialien, die für Jacken – aber auch Hosen, Zelte, Schlafsäcke oder sogar Schuhe – verwendet werden. Bei Geizhals kannst du Jacken selbstverständlich nach den verwendeten Materialien sortieren.
Daunen
Echte Daunen stammen von Wasservögeln wie Enten oder Gänsen. Die Alternative sind künstliche oder Synthetik-Daunen bestehend aus Polyesterfasern. Diese sind nicht automatisch schlechter, sondern haben sogar einige Vorteile: sie sind hypoallergen, trocknen schneller und sind pflegeleichter. Das geringe Gewicht und die hohe Wärmedämmung machen Daunen – natürliche und künstliche – zum idealen Futter für Winterjacken.
Fleece
Fleece besteht aus Polyesterfasern, die durch ein spezielles Produktionsverfahren zu einem aufgerauten, flauschigen Material verarbeitet werden. Durch das Aufrauen entsteht eine größere Oberfläche, die eine bessere Wärmeisolation bei gleichzeitig geringem Gewicht ermöglicht. Weitere Eigenschaften sind Langlebigkeit, Knitterfreiheit, Wasserabweisung (aber keine Wasserdichtigkeit) und hoher Tragekomfort.
Gore-Tex
Gore-Tex ist einer der ersten, bekanntesten und weitverbreitetsten Anbieter für Funktionstextilien – der Name schon fast Synonym für wasserdichte und atmungsaktive Stoffe. Mitverantwortlich für den Erfolg ist das Ausgangsmaterial Polytetrafluorethylen, das zu einer feinen Membran verarbeitet wird. Die Poren sind ca. 20.000-mal kleiner als ein Wassertropfen. Gore-Tex bietet eine Reihe an Variationen seiner Funktionsmaterialien für unterschiedliche Wetterbedingungen und -extreme an. Wo möglich setzt man dabei heute auf recycelte Materialien.
Polartec
Polartec hat eine Reihe von Funktionsmaterialien im Programm, wurde aber insbesondere für sein Polarfleece bekannt. Der Spezialstoff speichert Körperwärme, leitet Feuchtigkeit ab und zeichnet sich durch hohen Tragekomfort aus. Bemerkenswert ist, dass Polartec bereits seit Jahren viele seiner Produkte aus bis zu 100 % recycelten Materialien herstellt.
Primaloft
Primaloft hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein möglichst authentisches aber synthetisches Daunen-Material zu entwickeln. Dazu werden ultrafeine Polyester-Mikrofasern unter Einwirkung von Hitze an Millionen Kontaktpunkten miteinander verbunden. Das vernetzte Fasergeflecht bildet wie bei echten Daunenfedern feinste wärmeisolierende Luftkammern. Primaloft hat noch eine Reihe anderer Funktionsmaterialien im Repertoire – oft mit hohem Recyclinganteil.
Sympatex
Sympatex – so heißt auch der Anbieter selbst – ist eine porenfreie Nässesperrmembran bestehend aus dem Basismaterial Blockcopolymer. Diese Membran wird auf andere Textilien laminiert, um ein wasserdichtes, winddichtes, aber zugleich atmungsaktives Kleidungsstück herzustellen. In den letzten Jahren gibt es bei Sympatex im Sinne der Nachhaltigkeit auch Produkte aus 100 % recycelten Alttextilien.
Merino-Wolle
Wer auf natürliche Rohstoffe setzten und ökologisch einwandfrei einkaufen möchte, ist mit Merino-Wolle gut beraten – sie wird vom Merinoschaf gewonnen und besitzt einige besondere Eigenschaften: Die Wollfasern sind stark gekräuselt und bilden dadurch Luftkammern, die ähnlich wie Daunen Wärme speichern können. Gleichzeitig wird Feuchtigkeit aufgesaugt und langsam nach außen abgegeben – ohne dass sich das Material nass oder unangenehm anfühlt. Merinowolle wird für Shirts, Unterwäsche, Hemden, als Füllmaterial u. v. m. verwendet.
Häufige Fragen & Antworten
Was ist eine 3-in-1-Jacke?
Eine 3-in-1-Jacke ist für drei unterschiedliche Wetterbedingungen geeignet: nass, kalt und nass-kalt. Sie besteht aus zwei Jacken: einer äußeren, dünneren, wasserabweisenden Jacke und einer dickeren, isolierenden eingeknöpften/-gezippten Innenjacke. Je nach Wetter, kannst du nur eine der beiden Jacken oder beide kombiniert tragen.
Wie erkenne ich eine wasserdichte Jacke?
Qualitativ hochwertige wasserdichte Jacken weisen eine Angabe zur Wassersäule am Etikett, Hangtag oder aufgedruckt aus. Ab 10.000 mm bist du auf der sicheren – sprich trockenen – Seite.
Welche Jacke ist am wärmsten?
Jacken, die für die Außen- oder Wetterschicht wasser- und windabweisende Materialien verwenden und eine wärmeisolierende Fütterung haben, halten Kälte am besten ab. Objektiv lässt sich die Wärmeisolierung anhand der angegebenen cuin vergleichen – achte daher beim Jackenkauf, ob diese Angabe vorhanden ist. Werte ab 500 cuin gelten als sehr gut, Daunen gehören mit über 800 cuin zu den besten Wärmeisolierern.
Was ist der Unterschied zwischen einer Softshell- und einer Hardshell-Jacke?
Beide besitzen wind- und wasserabweisende Eigenschaften. Softshell-Jacken sind aber bequemer, warmwohliger, dafür etwas weniger wasserfest als Hardshell-Jacken. Letztere sind die Wahl fürs Grobe, ideal bei nasskaltem Wetter und halten dich auch für längere Zeit trocken. Tipp: Achte auf die Angabe zur Wassersäule – Hardshell-Jacken mit 20.000 mm bieten maximalen Schutz.
Darf ich meine Jacke in die Waschmaschine geben?
Das ist nur individuell zu beantworten, zu unterschiedlich sind die Materialien der verschiedenen Hersteller. Halte dich daher an die Wasch- und Pflegehinweise auf den Etiketten, um möglichst lange von deiner Funktionsjacke zu profitieren.
Inhaltsverzeichnis
- Jacken und Funktionsjacken für jede Jahreszeit
- Funktionsjacken – Aktiv bei jedem Wetter
- 3-in-1-Jacken/Outdoorjacken
- Regenjacken und Ponchos
- Softshell- und Hardshell-Jacken
- Laufjacken und Laufwesten
- Fahrradjacken und Fahrradwesten
- Skijacken und Snowboardjacken
- Winterjacken – von modisch bis funktionell
- Kleine Funktionsmaterial-Kunde
- Daunen
- Fleece
- Gore-Tex
- Polartec
- Primaloft
- Sympatex
- Merino-Wolle
- Häufige Fragen & Antworten
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