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Sony MH1 LiveSound schwarz

Bewertungen für Sony MH1 LiveSound schwarz

Bewertungen (3)

2.9 von 5 Sternen

Rezensionen (2)

Empfehlungen (2)

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  • Sie spielen gern Arzt?

    Und Ihr Stetoskop ist Ihnen heruntergefallen? Dann verwenden Sie einfach dieses Headset und schon wird jedes Atemgeräusch einwandfrei an Ihr Ohr übertragen. Leider nicht so gut ist die Wiedergabequalität von Musik gelungen, da hier zwar reichlich Höhen, aber kaum Mitten und nur ein Hauch von Bässen hörbar ist. Der Wirkungsgrad ist zudem eher bescheiden.
    Wer also ein Stück Kabel zum Abhören seiner Vitalfunktionen benötigt, kann hier getrost zuschlagen. Allen anderen sei vom Kauf abgeraten. Achja die schlechte Qualität dieses Headsets (und ich habe davon 2 auf einmal gekauft) liegt in meinem Fall übrigens nicht an der vom Vorposter beschriebenen Andersbelegung des Steckers.
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  • Das ehemals bestgehütete Geheimnis – die Kopfhörer mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis

    Zunächst ein paar Fakten:

    1. Dieses Headset verwendet den alten OMTP-Standard¹. Nahezu alle heutigen Geräte mit 3,5mm-Headsetanschluss verwenden stattdessen den CTIA-Anschluss, bei dem die beiden Kontakte, die am nähesten zum Kabel sitzen, vertauscht sind.
    Das führt dazu, dass man bei vielen Geräten, die CTIA verwenden, einen stark verzerrten Sound hat, bei dem Stimmen oft völlig fehlen. Man kann sehr einfach überprüfen, ob Headset und Gerät zueinander kompatibel sind, indem man die mittlere Taste gedrückt hält. Wenn sich der Klang dadurch wesentlich verbessert (insbesondere weibliche Stimmen sind sonst kaum hörbar), braucht man einen Adapter. Diese Adapter bekommt man unter verschiedenen Namen (z.B. „TRRS adapter for iphone“) auf Ebay schon um 2$.
    Für die spätere MH1C-Serie hat Sony auf CTIA umgestellt. Die MH1C sind somit zu den meisten aktuellen Geräten direkt kompatibel, kosten deshalb aber auch ein gutes Stück mehr. (Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Rezension: 4,89€ für die MH1 vs. 10,49 für die MH1C)

    2. Die Kopfhörer selbst – die Lautsprecher sowie deren Gehäuse – wurden unter sehr viel Einsatz von sehr guten Entwicklern von Sony entworfen und lange verbessert. Da die MH1 bei vielen Sony-Ericsson-Handys inkludiert waren, war es Sony offenbar ein Anliegen, wirklich hochwertige Headsets beizulegen und nicht den leider üblichen Schrott, den man nicht auch nur einmal anrührt, wenn einem guter Klang wichtig ist.
    Das Entwicklerteam um Sead Smailagic war auch durchaus erfolgreich. Die Klangqualität der Sony MH1 wird in der audiophilen Gemeinschaft in den höchsten Tönen gelobt. Enthusiasten, die Kopfhörer besitzen, die mehrere hundert Euro kosten und als die besten der besten gelten, vergleichen diese mit den Sony MH1 und kommen fast geschlossen zu der Meinung, dass die Sony MH1 ihnen ebenbürtig sind. Bei ganz genauer Betrachtung der einzelnen Frequenzbereiche schneiden die Sony MH1 zwar meist ein kleines Stück schlechter ab, doch die Rezensenten werfen dann auch meistens ein, dass man hier immer noch Kopfhörer miteinander vergleicht, deren Preis sich um den Faktor 20-100 (der günstigste Verkaufspreis der Sony MH1 schwankt stark) unterscheidet.

    3. Da dieses Headset vielen Handys beigelegt wurde und gleichzeitig auch zum separaten Verkauf gedacht war, produzierte Sony es in sehr großer Stückzahl. Mit dem Wechsel von OMTP auf CTIA blieben riesige Mengen der Headsets übrig, die sich nun schwierig verkaufen ließen, da sie an den meisten Geräten nur mit Adapter funktionieren.

    Nun zur eigentlichen Rezension:

    Verpackung: Recht hübsch und einfach zu öffnen – glücklicherweise ist keine Schere nötig. Die Menge an verwendetem Plastik hätte man aus ökologischen Gründen reduzieren bzw. durch Karton ersetzen können.
    Die Silikonaufsätze sind in einer beidseitig wiederverschließbaren, transparenten Plastikröhre untergebracht; eine sehr komfortable Lösung. Bei allen Kopfhörern, die ich bisher hatte, waren sie einfach in ein Plastikstück der Verpackung gesteckt, aus dem sie leicht rausfallen konnten. Zum Transport war das auch nicht geeignet; die Röhre der MH1 ist da eine große Verbesserung.

    Verarbeitung: Das Headset wirkt trotz des niedrigen Gewichts einigermaßen robust und wertig. Bei mir sind bisher keine Mängel aufgetreten.

    Passform, Ergonomie und Bedienung: Dank des relativ geringen Durchmessers der Gehäuse der Lautsprecher kann ich die Kopfhörer gut in den Gehörgang einführen, ohne dass mir der Platz innerhalb der Ohrmuschel ausgehen würde. Sead Smailagic schrieb, dass bei der Entwicklung der MH1 viel Wert darauf gelegt wurde, die MH1 kompatibel mit der recht großen anatomischen Variation des menschlichen Ohrs zu machen, und das merkt man.
    Die Silikonaufsätze, die bereits aufgesteckt waren, passen für meinen Gehörgang perfekt. Beigelegt sind sechs Aufsatzpaare in drei Größen, je einmal schwarz und einmal neongrün.

    Das Headset-Bedienelement sitzt mit nur 5 cm unterhalb des linken Kopfhörer ungewöhnlich hoch. Durch sein Gewicht zieht es auch leicht am linken Kopfhörer, was dem eigentlich sehr gutem Sitz, den ich mit den Silikonaufsätzen erreiche, entgegenwirkt.
    Hier sehe ich einen kleinen Kritikpunkt – das Bedienelement hätte man meiner Meinung nach ruhig weiter nach unten, am besten noch unter das Mikrofon, verschieben können und man hätte nichts verloren. So, wie es jetzt ist, ziehe ich beim Erfühlen der Tasten auch unbeabsichtigt leicht am Kabel, so dass manchmal der Kopfhörer aus dem Ohr fällt. Ich muss dazu sagen, dass ich das Headset fast nur als Kopfhörer verwende und daher noch kaum Übung in der Betätigung der Tasten sowie dem Gebrauch als Headset generell habe.

    Kabel: Die flachen, 5 mm breiten Kabel haben das sogenannte J-Format, das Kabel für den rechten Kopfhörer ist länger als sein linkes Gegenstück und wird um den Hals getragen. Ein Shirtclip ist beigelegt, mit dem man das Kabel am T-Shirt o.Ä. fixieren kann. Dadurch vermindert man den Zug am linken Kopfhörer stark. Ich befestige den Shirtclip in der hinteren Mitte meines Kragens, doch da hat wohl jeder seine eigene Lieblingsposition.
    Ein weiterer Vorteil des Shirtclips ist, dass er die Geräusche, die durch Bewegungen des Kabels entstehen, verringert. Für diese unerwünschte Eigenschaft wurde das flache Kabel von vielen Rezensenten kritisiert und einige audophile Enthusiasten haben ihre MH1 auch umgebaut, sodass sie runde Kabel verwenden.
    Ich muss sagen, dass ich bisher keine deutlich größere Menge an Störgeräuschen feststellen kann, als es bei mir bisher mit ähnlichen Kopfhörern mit runden Kabeln der Fall war. In meinen Augen wird bei diesem Problem oft übertrieben; ich empfinde es als durchaus tolerierbar.

    Klang: Das ist der springende Punkt, mit dem allein sich die Sony MH1 ihre fünf Sterne verdienen. Der Klang ist glasklar, ich höre keinerlei Verzerrungen. Details, die ich bisher nicht wahrnehmen konnte, präsentieren sich nun ganz deutlich, jedoch nie aufdringlich.
    Der Bassbereich ist stark präsent und reicht ganz tief herab, ist aber keineswegs übertrieben, so dass er stören würde.
    Die ausgewogenen mittleren Frequenzbereiche lassen Stimmen sehr natürlich klingen; sie gehen nie zwischen den Instrumenten unter, übertönen diese aber auch nicht.
    Die hohen Frequenzen klingen sehr präzise und ebenfalls perfekt ausgewogen. Im Vergleich mit Kopfhörern, die ich bisher schon detailliert fand (habe leider nur die Brainwavz M4 zur Hand), klingen diese nun total dumpf und abgehackt auf den oberen Frequenzen.
    Ich muss dazu sagen, dass ich in der audiophilen Gemeinschaft nur sporadischer Beobachter bin und die großen Ausgaben, die dort üblich sind, bisher weitgehend vermieden habe – meine bisher größte Investition waren 25€ für die Brainwavz M4. Mehr Geld auszugeben für Kopfhörer, deren Hardware sich nur leicht unterscheidet, konnte ich vor mir selbst bisher nie rechtfertigen.
    Mit den Sony MH1, die mich nur einen Bruchteil gekostet haben, bin ich nun wohl bei der obersten Stufe der Sprossenleiter angelangt, die man erklimmt, sobald man den audiophilen Weg geht. Ich bezweifle, dass es in absehbarer Zeit wieder so günstige, so gut klingende Kopfhörer geben wird und werde wohl zumindest für die nächsten zehn Jahre bei den MH1 bleiben. Mit den 12 Stück, die ich derzeit mein Eigen nenne, werden mir bis dahin hoffentlich auch nicht alle durch Kabelbruch kaputt gehen.

    Kompatibilität: An meinem PC-Audio-Frontpanel funktionieren die Sony MH1 problemlos und ohne Adapter als Kopfhörer.
    An meinem Meizu M6 (portabler digitaler Audioplayer) funktionieren die Sony MH1 nur mit Adapter oder „Ghetto-Mod“ (dabei klemmt man den mittleren Knopf ab, so dass auf der MIC-Linie durchgehend Spannung liegt und der Klang immer gut ist).
    An meinem Sony „Xperia Sola“-Handy funktionieren die Sony MH1 nur mit Adapter als Headset. Mit Ghetto-Mod kann ich sie lediglich als Kopfhörer verwenden.
    Am Samsung Galaxy S funktionieren sie direkt als Headset und die Knöpfe gehen auch. Ich vermute daher, dass das Galaxy S noch den OMTP-Standard verwendet; leider finde ich im Internet keine Information dazu.

    Fazit: Ich habe zunächst vier Stück um je 4,79€ und dann nochmal 8 Stück um je 3,79€ gekauft. Zu diesen Preisen sind die Sony MH1 ein ganz klarer Geheimtipp – vorausgesetzt, man macht sich die Mühe und besorgt bei Bedarf noch die nötigen Adapter.
    Auch den Einführungspreis von ca. 60€ wären sie mir wegen des Klangs noch locker wert. Unter 80€ gibt es keine Kopfhörer, die den Sony MH1 Konkurrenz machen.
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