Reinigungsroboter: Smartes Staubsaugen und Wischen
Unermüdlich drehen Saugroboter ihre Runden durch staubige Räume, saugen und wischen unter Möbeln, zwischen Stühlen oder auf Teppichen. Bessere Geräte kehren nicht nur selbstständig in die Ladestation zurück, sondern entleeren auch automatisch den aufgesammelten Schmutz. Du sitzt währenddessen entspannt auf der Couch, schlürfst einen Kaffee und beobachtest auf der App den Arbeitsfortschritt. Kling doch verlockend oder?
Aber es geht noch besser: Bei smarten Geräten musst du nicht mal zuhause sein, denn dank Programmier-Möglichkeit via App erledigt dein treuer Helfer seine Dienste, während du in der Arbeit, auf der Uni oder beim Sport bist. Keine Sorge, er wird sich nicht unbeobachtet in die Tiefe stürzen, denn dank der ausgereiften Sensoren-Technik erkennen viele Geräte Ecken, Kanten oder Treppen und manche können diese sogar überwinden.
Wie das alles genau funktioniert, die Vor- und Nachteile von Reinigungsrobotern sowie alles Wichtige zum Kauf erfährst du in unserem Beitrag.
Ende der 70er Jahre präsentierte niemand geringerer als der Videospielgigant Nintendo mit dem Chiritori den ersten noch etwas wackeligen Saugroboter, der sogar bereits eine Fernbedienung hatte.
Verschiedene Typen: Saugen, Wischen oder beides?
Die Geräte lassen sich grob unterscheiden in Saugroboter, die Staub und trockenen Schmutz einsaugen, andererseits Wischroboter, die mit einem Wassertank ausgestattet sind und den Schmutz nass aufwischen. Und ganz nach dem Motto „the best of both worlds“ gibt’s auch Saug-/Wischroboter, die saugen und wischen können.
Etwas weniger verbreitet, aber auch Teil der Reinigungsroboter-Familie, sind Fensterreinigungsroboter. Sie saugen sich ans Fenster und wischen nass oder trocken bis alles blitz und blank ist.
Saugroboter: Saugt nur Staub
Um geschickt durch möblierte Räume zu manövrieren, ist die Bauform von Saugrobotern meistens rund, es gibt aber auch eckige, trapezförmige und D-förmige Modelle. Letztere können zwar gut entlang von Kanten und Ecken saugen, haben aber an Engstellen und beim Wenden mehr Probleme. Üblich sind zwischen 30 und 40 cm im Durchmesser, also groß genug, um alles Wichtige im Geräte-Inneren unterzubringen, aber auch klein genug, um sich durch den Wohnbereich zu schlängeln. Wichtig ist auch die Höhe, die mit rund 10 cm möglichst gering gehalten wird, damit der Roboter auch unter Möbeln saugen kann.
Zur Fortbewegung sind ein elektrischer Motor und kleine Rädchen notwendig. Den Staub saugen die Roboter wie klassische Bodenstaubsauger durch ein Motorgebläse mit Unterdruck ein. Dort wird die eingesaugte Luft durch Zyklon-Technologie und HEPA-Filter gesäubert und reine Luft wieder ausgepustet. Energie bekommen Saugroboter über einen Akku, daher ist regelmäßiges Aufladen notwendig. Was einen guten Akku ausmacht und detaillierte Infos zu Saugleistung und Navigation erfährst du weiter unten im Ratgeber.
Meist ist eine walzenförmige Kombibürste verbaut, die sowohl auf harten Böden, als auch auf Teppichen, einen guten Kompromiss bietet. Zusätzlich befinden sich seitlich drehende Bürstchen mit langen Borsten, die den Staub Richtung Düse befördern. Dadurch erreicht das Gerät auch Staub in Ecken und an anderen unzugänglichen Stellen. Den Staub und Schmutz sammelt der Sauger in einem entnehmbaren Behälter – Beutel sind daher keine notwendig.
Wischroboter: Wischt nur auf
Auf harten Böden, wie Parkett, Fliesen oder Laminat sind Wischroboter echte Champs. Denn im Gegensatz zu Saugrobotern beseitigen sie nicht nur losen Schmutz und Staub, sondern wischen auch Flecken oder Eingetrocknetes weg. Dafür ist ein Wassertank verbaut, der mit Wasser oder speziellen Reinigungsmitteln gefüllt wird und das angebrachte Reinigungstuch kontinuierlich mit Wasser befeuchtet. Bei Top-Geräten bewegt sich das Wischtuch dank Ultraschall mit mehreren tausend Schwingungen pro Minute. Das Tuch kann ausgetauscht und gewaschen werden, alternativ dazu gibt es auch Wegwerftücher. Bei manchen Modellen funktioniert die Nassreinigung mit Bürsten anstatt Tüchern.
Wischroboter sind spärlich am Markt – die allermeisten Geräte kombinieren die Wisch- mit einer Saugfunktion.
Kombigeräte Saug-/Wischroboter: Vielseitiger Einsatz
Saug- und Wischroboter haben einen Staubbehälter und einen Wassertank, du kannst daher zuerst saugen und dann wischen lassen oder auch nur eine der Funktionen verwenden. Während die Wischfunktion nur bei glatten und harten Oberflächen Sinn macht, ist die Saugoption auf harten und weichen Untergründen, z. B. Teppichböden, einsetzbar.
Viele höherpreisige Modelle verfügen neben der Lade- über eine automatische Absaugstation, die Staub und Schmutzwasser automatisch absaugt und sammelt. Gleichzeitig wird Frischwasser aufgefüllt, womit die die Wischerei ganz ohne dein Zutun weitergehen kann.
Fensterreinigungsroboter: Ideal für unerreichbare Stellen
Fensterreinigungsroboter haben mit Saugrobotern von Aufbau und Funktion her nicht viel gemeinsam. Bei beiden Gerätentypen wird zwar durch ein motorbetriebenes Gebläse Unterdruck erzeugt. Aber während der Unterdruck bei den einen zum Aufsaugen von Staub genutzt wird, sorgt er hier lediglich dafür, dass der Roboter nicht von der Fensterscheibe fällt. Die Reinigung passiert durch die angebrachten Pads, entweder trocken oder nass.
Ein weiterer Unterschied ist, dass Fenstersauger i. d. R. kabelgebunden sind und ein Akku nur als Notbehelf dient, damit das Gerät bei Stromunterbrechung nicht abstürzt und kaputt geht. Eine Gemeinsamkeit mit Saugrobotern sind die verschiedenen Sensoren zur Orientierung am Fenster.
Wann machen Fensterreinigungsroboter Sinn?
Zum Säubern großer Fensterflächen oder hoher Fensterfronten – wo du sonst eine Leiter, Schwindelfreiheit und körperliches Geschick brauchst – sind Fensterreinigungsroboter eine ideale Lösung. Deine einzige Aufgabe bleibt dann, den Reiniger von Fenster zu Fenster zu bewegen. Einmal positioniert, kannst du je nach Modell per Fernbedienung oder App bequem die Steuerung übernehmen
Anschaffungskosten: Ungefähre Richtwerte
Während die günstigsten Saug- und Wischroboter bereits für unter € 100 zu haben sind, kratzen die höherpreisigen, voll ausgestatteten, an der € 1.000 Grenze. Für Mittelklasse-Geräte mit intelligenter Navigation durch Laser und Kamera sowie ausreichend Leistung muss mit rund € 300 bis 500 gerechnet werden. Modelle mit einer selbstständigen Staub- oder Schmutzwasserentladung in der Absaugstation liegen meist über der € 500 Marke.
Die günstigsten Fensterreinigungsroboter liegen preislich ebenfalls bei rund € 100, besser ausgestattete Geräte mit App-Steuerung kosten ab rund € 250. Die Auswahl am Markt ist im Vergleich zu Saug- und Wischrobotern überschaubar.
Vergleich Saugroboter vs. Bodenstaubsauger
Wenn du noch unsicher bist, welcher Staubsaugertyp am besten für dein Zuhause geeignet ist, sieh dir unsere Checkliste an. Nicht jedes Saugroboter-Modell hat alle der genannten Funktionen, aber du bekommst damit eine Übersicht, was alles möglich ist. Willst du noch mehr zum Thema wissen, dann sieh dir unseren Bodenstaubsauger-Ratgeber und Handstaubsauger-Ratgeber an.
Checkliste Saug-/Wischroboter
Checkliste Bodenstaubsauger
Nachdem sowohl Saug-/Wischroboter als auch herkömmliche Staubsauger ihre Stärken haben, kann es durchaus sinnvoll sein, mehrere Geräte ergänzend im Haushalt einzusetzen. Beispiel: Wer auf einer Ebene große Flächen mit Hartbodenbelag sauber halten möchte, ist mit einem Saug-/Wischroboter gut bedient. Gleichzeitig kann in anderen Räumen mit vielen Teppichböden und herumliegenden Teilen (z. B. Kinderzimmer, Schlafzimmer) ein Bodenstaubsauger punkten.
Wichtige Kriterien bei der Modell-Auswahl
Während beim Bodenstaubsauger die Eckdaten Saugkraft und Betriebsdauer (bei Akkugeräten) das Um und Auf sind, zählen beim Saugroboter vor allem Eigenschaften wie Navigation und Programmierbarkeit. Schließlich muss er nicht nur saugen können, sondern auch selbstständig zurechtkommen und deine Anforderungen zuverlässig umsetzen.
Leistung und Akku
Im Gegensatz zu Akku-Stielsaugern oder Bodenstaubsaugern mit bis zu 900 Watt Leistung, arbeiten Saugroboter mit nur etwa 30 bis 70 Watt – das klingt erstmal wenig, reicht aber in diesem Fall aus. Einerseits ist durch die Bauweise von Saugrobotern – die Ansaugung passiert ohne Schlauch oder Rohr dazwischen in unmittelbarer Bodennähe – weniger Leistung notwendig. Andererseits liegt die große Stärke von Saugrobotern nicht in der Saugkraft, sondern in der regelmäßigen und kontinuierlichen Staubbeseitigung. Denn: Wird regelmäßiger gesaugt, sammelt sich viel weniger Staub an und es reicht eine geringere Saugleistung für ein sauberes Resultat. Klar ist hingegen, bei einem dicken Teppich, womöglich mit Tierhaaren, schneiden herkömmliche Bodenstaubsauger besser ab.
Starker Akku vorteilhaft
Trotz geringerer Saugleistung verbrauchen Saugroboter einiges an Energie, denn im Gegensatz zu herkömmlichen Staubsaugern müssen sie nicht nur saugen, sondern auch in Bewegung bleiben und eine Reihe an Sensoren versorgen. Ein starker Akku ist daher sicher von Vorteil, wenn auch weniger relevant als bei anderen Akkugeräten. Denn selbst wenn der Akku erschöpft ist, stellt sich das als unproblematisch dar: Die meisten Modelle fahren einfach automatisch in die Ladestation zurück, docken ein paar Stunden an und nehmen anschließend ihre Arbeit wieder auf. Geht hingegen z. B. bei einem Akku-Stielsauger der Saft aus, ist erstmal Pause angesagt und du musst die Arbeit später fortsetzen.
Gängige Akkuwerte für qualitative Geräte liegen zwischen 2 bis 3 Ah (Amperestunden) Kapazität, während sich höherwertige Modelle durch Akkus mit 5 Ah oder mehr auszeichnen. Damit ist laut Herstellern eine Laufzeit von bis zu 3 Stunden möglich. Die Betriebsdauer wird aber wesentlich vom Untergrund und der dadurch benötigten Saugleistung beeinflusst. Viele Teppiche oder Teppichböden in den Räumlichkeiten verlangen eine höhere Saugkraft und verkürzen daher die Laufzeit.
Filter
Saugroboter arbeiten mit Zyklon- oder Multizyklon-Technologie, die ohne Staubbeutel auskommt. Während dabei größere Partikel im Auffangbehälter des Zyklons liegen bleiben, werden feinste Partikel durch einen zusätzlichen Filter abgeschieden. Wie beim Bodenstaubsauger sind auch bei Saugrobotern HEPA-Filter für eine möglichst staub- und allergenfreie Abluft zu empfehlen.
HEPA-Filter (high efficiancy particulate air) sind Hochleistungsfilter, die bis zu 99,99% der Partikel aus der Luft filtern können. Dazu gehören neben Allergenen auch Bakterien oder Viren – also alles, was niemand gerne einatmen möchte. Insbesondere für Allergiker:innen sollte es ein HEPA-Filter ab Klasse H13 sein.
Toilettenpapier als praktischen Filterzusatz? Ja, das funktioniert! Trenn dazu einfach ein Blatt Toilettenpapier in seine einzelnen Lagen auf und klemm eine davon über den Filter. Der Vorteil ist, dass der Filter nun nicht so schnell verstopft und du ihn seltener reinigen musst. Eine Lage ist so dünn, dass die Saugkraft dabei erhalten bleibt. Das Papier kannst du mühelos entsorgen und regelmäßig auswechseln.
Navigation und Reinigungsmodi
Neben voreingestellten Reinigungsmodi verfügen viele Saugroboter über programmierbare Modi, die du deinen individuellen Bedürfnissen anpassen kannst. Während günstige Geräte nach einem Chaosprinzip vorgehen, navigieren höherpreisige Modelle mit Hilfe verschiedener Sensoren und Kameras intelligent durch die Räumlichkeiten.
Vorprogrammierte Reinigungsmodi
Hersteller verwenden verschiedene Eigennamen für ein und dieselben Reinigungsmodi. Aufgerufen werden die Programme entweder direkt am Gerät, per mitgelieferter Fernbedienung oder via App. Hier einige Beispiele:
Was jedes Gerät hat, ist ein Automatik-Modus, also eine komplette Reinigung der Räumlichkeiten ohne speziellen Fokus. Bei Betätigung der Punkt-Reinigung wird ein kleiner Bereich rund um die Position des Geräts gereinigt. Beim Teppich-Reinigungsmodus arbeitet der Sauger mit durchgehend hoher Saugkraft, was aber eine kürzere Laufzeit bedeutet. Der sogenannte Zick-Zack-Modus, wo das Gerät verschiedene Routen mehrmals abfährt, ist für eine besonderes effiziente Reinigung bei verschmutzten Böden gedacht.
Die vorprogrammierten Reinigungsmodi sind nicht ideal, und je höherpreisiger das Gerät, desto individueller läuft die Reinigung ab.
Einfache Orientierung: Kollision erwünscht
Geräte der unteren Preisklasse sind vornehmlich mit zwei bis drei Berührungssensoren, auch Kollisionssensoren genannt, ausgestattet. Sie funktionieren wie Stoßstangen, die bei einer Kollision mit einem Gegenstand – wie ein Stuhl oder eine Wand – leicht eingedrückt werden. Das Gerät erkennt so Hindernisse, dreht sich auf der Stelle um ein paar zufällig gewählte Grade im Kreis und unternimmt einen erneuten Versuch weiterzukommen. Daher kommt auch der Name Chaosprinzip. Wenn sich viele Möbel und Gegenstände in einem Raum befinden, kann das zu einer langwierigen Prozedur werden. Bei großen, freien Flächen gibt es hingegen keine Probleme.
Kollisionen sind bei diesen Geräten also Teil des Konzepts und damit erwünscht. Dafür sind sie auch meist gut geschützt gebaut – zum Beispiel mit einer umlaufenden Gummileiste.
Intelligente Orientierung: Unfallfrei und punktgenau
Mittel- bis höherpreisige Modelle sind darauf ausgelegt, dass sie Hindernisse erkennen, bevor es zu Kollisionen mit der Umgebung kommt. Dafür sind Sensoren im Einsatz, die mit Infrarot, Ultraschall, Laser oder einer Kamera arbeiten.
Je nach Funktion sind die Sensoren an verschiedenen Stellen verbaut: Wandsensoren befinden sich an den Seiten des Geräts. Der Teppichsensor – der erkennt, wenn das Gerät über einen Teppich fährt und die Saugkraft erhöht werden muss – befindet sich an der Unterseite. Mehrere Klippen- oder Absturzsensoren, die einen Absturz über Treppen verhindern, befinden sich ebenfalls unten.
Damit nicht genug gibt es auch Sensoren im Gehäuseinneren, die den Verschmutzungsgrad in der Luft messen und gegebenenfalls die Saugleistung variieren.
Sensoren sauber halten: Sind die Absturzsensoren verschmutzt, könnte das zu Abstürzen über Treppen führen, die dein Roboter nicht unbeschadet übersteht. Auch die Abstandssensoren müssen sauber sein, sonst eckt er möglicherweise an empfindlichen Gegenständen wie deiner Lieblingsvase an. Die Sensoren solltest du keinesfalls mit Alkohol oder aggressiven Reinigungsmitteln säubern – abwischen mit einem feuchten Tuch ist ausreichend.
Höherwertige Geräte setzen bei der Orientierung vor allem auf Lasertechnologie. Mithilfe eines Lasers scannt das Gerät während des Betriebs die Räumlichkeiten, erstellt eine Karte – manche sogar in 3D – und nutzt diese, um unfallfrei und präzise bis in alle Ecken zu reinigen. Geräte, die zusätzlich eine Kamera verbaut haben, verbessern nochmals die Kartenerstellung und Erkennung von Hindernissen – auch herumliegende Kleidungsstücke.
Während bei alten Modellen ein Hindernis einfach ausgespart wurde, setzen mittlerweile viele Modelle auf eine Hindernisüberwindung, die bis zu 60mm überbrücken hilft. Selbst kleine Treppen werden dann ohne deine manuelle Mithilfe bewältigt. Und sollte es knapp werden unter Möbel zu gelangen, lässt sich hier auch gleich das Lasertürmchen versenken.
Über WLAN gekoppelt siehst du per App die erstellte Karte und kannst den Erfolgsfortschritt live mitverfolgen. Damit nicht genug, kannst du in der App auch den Saugbereich definieren, Bereiche priorisieren oder mit Hilfe von Virtual Walls Sperrzonen einrichten. Die meisten großen Hersteller bieten eine eigene App an und/oder es besteht Kompatibilität mit einer Steuerung über Amazon Alexa, Google Assistant, Apple Siri u.a.
Willst du auf Nummer ganz sicher gehen? Sperrzonen kannst du bei einigen Herstellern auch mit physischen Begrenzungs-Geräten erstellen: Sie halten über einen Infrarotstrahl Kontakt zum Saugroboter und markieren so die Sperrzone.
Automatische Teppicherkennung bei Wischfunktion: Wenn du dir einen Roboter mit kombinierter Saug- und Wischfunktion zulegen willst und Teppiche oder Teppichböden in deinen Räumlichkeiten hast, dann achte darauf, dass er eine automatische Teppicherkennung besitzt. Damit ist gewährleistet, dass er an diesen Stellen nur saugt und erst bei Hartböden die Wischfunktion wieder zuschaltet. Am besten schneiden hier Geräte mit einer Hebefunktion des Wischaufsatzes ab.
Absaugstation
Da Saugroboter keine Staubbeutel haben und das Fassungsvermögen des Staubbehälters konstruktionsbedingt klein ist, muss der Behälter relativ oft händisch entleert werden. Die meisten Geräte besitzen zwischen 200 und 600 ml Fassungsvermögen – bei täglichem Gebrauch ist es in wenigen Tagen voll. Das muss nicht sein...
Viele höherpreisige Modelle haben eine Ladestation inklusive automatischer Entladung/Absaugung: Bei der automatischen Staubentladung wird der Schmutz entweder in einem Behälter oder in Wegwerf-Beuteln gesammelt. Für Geräte mit Saug- und Wischfunktion gibt es zusätzlich einen Schmutzwasserbehälter und einen Frischwasserbehälter mit automatischer Nachfüllfunktion. Weitere Extras, die man immer öfter sieht, sind eine automatische Trocknungsfunktion der Wischmopps und ein Festwasseranschluss. Bei Letzterem spart man sich sogar das Nachfüllen/Entleeren der Wasserbehälter in der Station.
Einziger Nachteil ist, dass die Absaugstation laut sein kann und mehr Platz braucht als eine reine Ladestation. Bei Absaugstationen mit Staubbeuteln entstehen außerdem regelmäßige Folgekosten – dafür ist die Entsorgung des verschlossenen Beutels hygienischer als die Reinigung eines Behälters.
Weitere Ausstattungsmerkmale und Tipps
Die meisten Saugroboter werden mit einer Kombibürsten-Walze, die mit Hilfe von Borsten und Gummilamellen den Staub in den Saugschacht befördert, ausgeliefert. Sie ist ein guter Kompromiss, um sowohl auf Hartböden als auch Teppichböden effektiv zu arbeiten. Alternativ dazu gibt es Gummiwalzen, die in ein- oder zweifacher Ausführung montiert sind. Ein Vorteil dieser Variante ist die einfachere Reinigung, vor allem lange Haare oder Tierhaare sind leichter zu entfernen als bei Kombibürsten. Weniger empfehlenswert sind Roboter, die nur einen Saugschacht ohne Walze haben, da ihre effektive Saugleistung tendenziell schlechter abschneidet.
Für hygienische Sauberkeit sind einige Geräte mit UV-Desinfektion ausgestattet, wie sie zum Beispiel auch in Krankenhäusern zur Bekämpfung von Krankheitserregern eingesetzt wird.
Und damit es nicht nur sauber ist, sondern auch noch gut riecht, gibt’s Roboter, die über einen Raumduftzerstäuber verfügen: Während er saugt, verbreitet er in den Räumlichkeiten angenehmen Duft gegen beispielsweise Tier- oder Zigarettengerüche.
... noch ein paar Tipps
Viele Hersteller geben an, für welche Raumgröße und Böden ein Gerät geeignet ist. Damit sparst du dir unter Umständen die nähere Beschäftigung mit Details zu Akku und Leistung.
Wichtig ist auch, dass das Gerät zu deinem Einrichtungsstil passt. Denn: Was bringt ein leistungsstarker Sauger, der den Staub zwischen und unter Möbeln aufgrund seiner Größe nicht erreichen kann? Im Durchmesser gibt’s immerhin Unterschiede zwischen weniger als 30 und 40 cm und in der Höhe zwischen rund 5 und 15 cm. Bei Geizhals kannst du dein Wunschgerät auch nach Durchmesser, Höhe und Gewicht filtern.
Wirf einen Blick auf die Herstellerangabe zur Geräuschentwicklung. Die Spannbreite reicht vom akzeptablen Hintergrundgeräusch um die 50 dB bis hin zu unangenehmen 80 dB. Nachdem das menschliche Ohr die Zunahme des Schalls um 10 dB als Verdoppelung der Lautstärke empfindet, machen sich bereits kleine Unterschiede deutlich bemerkbar.
Häufige Fragen & Antworten
Braucht ein Saugroboter mehr Strom als ein herkömmlicher Staubsauger?
Nein. Saugroboter verbrauchen mit 50 bis 70 Watt Leistung sogar rund zehnmal weniger Strom als kabelgebundene Bodenstaubsauger. Selbst bei einem täglichen einstündigen Saugprogramm wären damit die Kosten geringer als die Nutzung eines herkömmlichen Staubsaugers für zum Beispiel zehn Minuten pro Tag.
Was kann eine Absaugstation?
Höherpreisige Geräte verfügen über eine Absaugstation als Teil der Ladestation. Während des Ladevorgangs oder bei vollem Staubbehälter navigiert der Saugroboter automatisch zur Station, wo der Staub abgesaugt und in einem entleerbaren Behälter (oder einem Beutel zum Wegwerfen) gesammelt wird. Bei Saugrobotern mit Wischfunktion gibt es auch Stationen mit zwei Tanks, für Schmutz- und Frischwasser. Anschließend setzten smarte Geräte die Fahrt dem Programm entsprechend fort.
Wie laut ist ein Saugroboter?
Die Geräusche beim Saugen können je nach Modell von 50 bis zu 80 dB reichen. Während 50 dB mit einem Gespräch in normaler Lautstärke vergleichbar sind, entsprechen 80 dB Verkehrslärm. Vor allem die Absaugstation kann störend laut sein, wenn sie in Betrieb ist. Die meisten Hersteller stellen Angaben dazu bereit.
Was bedeutet Virtual Wall?
Mit der Funktion Virtual Wall lassen sich unsichtbare Wände, also Tabu- oder Sperrzonen, einrichten, wo der Saugroboter nichts zu suchen hat. Sie können entweder in der App erstellt oder als physische Begrenzungen (handtellergroße Teile, die es als Zubehör zu kaufen gibt) aufgestellt werden
Wie lange braucht ein Saugroboter zum Reinigen der Wohnung?
Das hängt von vielen Faktoren ab, etwa der Bodenbeschaffenheit (Teppiche oder Hartböden), dem gewählten Reinigungsmodus und der Qualität des Gerätes. Laut verschiedenen Herstellerangaben braucht ein Durchschnittsgerät bei normalem Modus und normaler Verschmutzung rund 2 Minuten pro m².
Kann ein Saugroboter den Teppich beschädigen?
Der Saugroboter, beziehungsweise die Bürstenwalze, kann sich in Teppichen mit langen Fransen verheddern und dort hängen bleiben. Weiters können lange, lose Fasern rausgesaugt werden und den Teppich dadurch langfristig beeinträchtigen. Lange Fransen kann man als Abhilfe unter den Teppich klappen.
Wie lange ist die Betriebszeit bei einem Saugroboter?
Die Betriebszeit ist von Modell zu Modell unterschiedlich lang. Üblich sind Zeiten zwischen 30 und 120 Minuten. Einige Spitzengeräte schaffen laut Herstellerangaben auch 3 Stunden und mehr.
Inhaltsverzeichnis
- Reinigungsroboter: Smartes Staubsaugen und Wischen
- Verschiedene Typen: Saugen, Wischen oder beides?
- Saugroboter: Saugt nur Staub
- Wischroboter: Wischt nur auf
- Kombigeräte Saug-/Wischroboter: Vielseitiger Einsatz
- Fensterreinigungsroboter: Ideal für unerreichbare Stellen
- Anschaffungskosten: Ungefähre Richtwerte
- Vergleich Saugroboter vs. Bodenstaubsauger
- Wichtige Kriterien bei der Modell-Auswahl
- Leistung und Akku
- Filter
- Navigation und Reinigungsmodi
- Absaugstation
- Weitere Ausstattungsmerkmale und Tipps
- Häufige Fragen & Antworten
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