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Seiko Presage Automatik SRPL07J1

Uhrwerk
Automatik
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analog
Glastyp
Mineralglas
Gehäusematerial
Edelstahl
Gehäusedurchmesser
40mm
Ziffernblatt
blau

Casio Collection F-91W-1YEG

Uhrwerk
Quarz
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digital
Glastyp
Kunststoff
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Resin
Gehäusedurchmesser
38mm
Ziffernblatt
schwarz, grau

Citizen Tsuki-yomi BY1010-81H

Uhrwerk
Quarz
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Saphirglas
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Titan
Gehäusedurchmesser
43mm
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grau

Citizen Promaster Fujitsubo Mechanical Diver NB6026-56L

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Automatik
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Titan
Gehäusedurchmesser
41mm
Ziffernblatt
blau

Preisänderung: -10 %

-10 %

Bulova Marine Star 98B465

Uhrwerk
Automatik
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Saphirglas
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Edelstahl
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41mm
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schwarz
€ 307,00

Citizen NJ0200-50M Tsuyosa 37

Uhrwerk
Automatik
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Saphirglas
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Edelstahl
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37mm
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blau

Casio Vintage Edgy AQ-230A-7AMQY

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analog/digital
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Kunststoff
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Resin
Gehäusedurchmesser
30mm
Ziffernblatt
weiß

Citizen NJ0231-56L

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Automatik
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Saphirglas
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Edelstahl
Gehäusedurchmesser
40mm
Ziffernblatt
türkis

Casio Pro Trek PRW-35-1A

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Quarz
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digital
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Mineralglas
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Resin
Gehäusedurchmesser
45mm
Ziffernblatt
grau

Casio G-Shock GW-5000U-1ER

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Quarz
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digital
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Mineralglas
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Gehäusedurchmesser
43mm
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grau

Casio Collection MTP-1302PD-1A1V

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Quarz
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Edelstahl
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39mm
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schwarz

Casio G-Shock GA-2100CM-5AER

Uhrwerk
Quarz
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analog/digital
Glastyp
Mineralglas
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Kunststoff, Resin
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45mm
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schwarz

Casio G-Shock GW-M5610U-1ER

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digital
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43mm
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grau

Citizen CA4664-60E

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Quarz
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Saphirglas
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40mm
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silber

Casio G-Shock GW-M5610U-1BER

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Quarz
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Gehäusematerial
Resin
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43mm
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schwarz

Citizen AT8300-58L Promaster Sky

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Quarz
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Edelstahl
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41mm
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blau

Citizen BM7620-83X

Uhrwerk
Quarz
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Mineralglas
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Edelstahl
Gehäusedurchmesser
38mm
Ziffernblatt
grün

Citizen Promaster Eco-Drive JV1007-07E

Uhrwerk
Quarz
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Glastyp
Saphirglas
Gehäusematerial
Edelstahl
Gehäusedurchmesser
44mm
Ziffernblatt
schwarz

Citizen AW0130-85XE

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Quarz
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Saphirglas
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Titan
Gehäusedurchmesser
40mm
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grün

Citizen Super Titanium Zenshin 60 NK5020-58X

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Titan
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40mm
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Citizen BN0167-09W

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44mm
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Citizen JV2006-55H Promaster Sky U830

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Saphirglas
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Edelstahl
Gehäusedurchmesser
43mm
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grau

Casio G-Shock DW-5600UE-1ER

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Quarz
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Mineralglas
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Resin
Gehäusedurchmesser
43mm
Ziffernblatt
silber

Casio G-Shock GA-2100-1A3ER

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Quarz
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Mineralglas
Gehäusematerial
Resin
Gehäusedurchmesser
45mm
Ziffernblatt
schwarz

Tissot PRX Powermatic 80 T137.407.11.041.00

Uhrwerk
Automatik
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Saphirglas
Gehäusematerial
Edelstahl
Gehäusedurchmesser
40mm
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blau

Citizen AW5000-24E

Uhrwerk
Quarz
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Mineralglas
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Edelstahl
Gehäusedurchmesser
44mm
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schwarz

Citizen Promaster Sky JY8100-80L

Uhrwerk
Quarz
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Glastyp
Saphirglas
Gehäusematerial
Titan
Gehäusedurchmesser
45mm
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blau

Citizen Tsuyosa NK5010-51X

Uhrwerk
Automatik
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Saphirglas
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Gehäusedurchmesser
40mm
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grün

Casio G-Shock GA-2100K-1AER

Uhrwerk
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Mineralglas
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Kunststoff, Resin
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45mm
Ziffernblatt
schwarz

Citizen Tsuyosa NK5010-51L

Uhrwerk
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Edelstahl
Gehäusedurchmesser
40mm
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blau

Zeit für eine Uhr

Von: 100% redaktionell verfasster Inhalt

Wer braucht in Zeiten von Smartphones und Smartwatches noch eine klassische Armbanduhr mit Batterien und Zeigern? Zum reinen Zeitablesen wahrscheinlich die wenigsten.

Der Reiz geht weit darüber hinaus: Uhren sind modische Statements, ein beliebtes Sammelgebiet und manche Exemplare sogar eine Geldanlage. Viele schätzen die praktischen Funktionen, die Robustheit und die Verlässlichkeit im Alltag oder Beruf. Uhrenfans und Sammler:innen sind darüber hinaus von der Kunst des Uhrenbaus und der präzisen Mechanik dahinter begeistert.

Ob eine Quarz- oder Mechanikuhr für dich besser geeignet ist, wie wasserdicht eine Uhr zum Schwimmen sein sollte oder welche praktischen Zusatzfunktionen es gibt – die Antworten auf diese und viele weitere Fragen findest du in unserem umfangreichen Uhrenratgeber.

Uhr am Handgelenk
© Nor Gal/shutterstock.com

Allgemeines zu Armbanduhren

Armbanduhren gibt es in unzähligen Varianten – vom schlichten Zeitmesser bis hin zum Multifunktionsgerät. Im Wesentlichen bestehen sie aus den zentralen Bestandteilen: Gehäuse (inkl. Glas), Werk und Armband. Die verschiedenen Uhrentypen sowie die einzelnen Komponenten werden wir in allen Details beleuchten.

Aber vorher noch einige Basics: Je nach Bauart erfolgt die Zeitanzeitge entweder klassisch analog über ein Zifferblatt mit Zeigern oder digital über ein LCD- bzw. auch MIP-Display.

Auch bei Größe und Design gibt es grundsätzliche Unterschiede: Damenuhren sind typischerweise etwas kleiner als Herrenuhren, viele Modelle werden aber als Unisex-Uhren getragen – letztlich entscheidet der persönliche Geschmack. Kinderuhren fallen ebenfalls kompakter aus und sind häufig farbenfroh und verspielt gestaltet.

Das Uhrwerk

Quarzwerk

Quarzuhren enthalten – wie der Name bereits verrät – einen kleinen Quarzstein, der durch Elektrizität in Schwingung versetzt wird und so als Taktgeber dient. Auch solarbetriebene, digitale oder funkgesteuerte Uhren benötigen übrigens einen Quarzstein.

Angetrieben wird der Mechanismus durch eine austauschbare Batterie – bzw. bei Solaruhren durch aufladbare (und i. d. R. ebenfalls austauschbare) Energiespeicher. Bei einfachen quarzbetriebenen Analoguhren ist ein Batteriewechsel ca. alle 2 bis 3 Jahre notwendig, teilweise laufen Batterien aber auch fünf bis zehn Jahre – abhängig vom Werk und der verwendeten Batteriegröße.

Zeit und Datum werden bei analogen Uhren über die herausziehbare Krone eingestellt, bei Digitaluhren über kleine Druckknöpfe. Durch den elektrischen Aufbau lassen sich bei Quarzuhren deutlich einfacher Sonderfunktionen integrieren, die bei mechanischen Werken schwer oder nicht möglich sind.

So gibt es auch Modelle mit Funkempfänger oder GPS, die für eine präzise, sekundengenaue Uhrzeit sorgen und das manuelle Einstellen – etwas bei der Umstellung auf Sommerzeit oder auf Reisen – überflüssig machen. Quarzuhren mit vielen Funktionen verbrauchen mehr Energie und sind daher häufig mit Solarzellen und einer aufladbaren Batterie ausgestattet.

Wie erkennst du, ob die Batterie bald leer ist?

Je nach Uhrwerk kann der Sekundenzeiger ohne Vorzeichen einfach stoppen, oder er verändert sein Tick-Verhalten und springt beispielsweise nur noch im Zwei-Sekunden-Takt vorwärts. Die Zeitangabe bleibt dabei noch korrekt. Bemerkst du das, ist es jedenfalls Zeit eine:n Uhrmacher:in aufzusuchen oder selbst Hand anuzulegen. Dabei gilt: Wer die Uhr eigenständig öffnet, riskiert den Verlust der Wasserdichtigkeit und der Herstellergarantie.

Quarzwerk
Batteriebetriebenes Quarzwerk. © mujijoa79/Shutterstock.com

Mechanisches Werk

Mechanische Uhren kommen vollständig ohne Batterie aus. Vereinfacht erklärt: Sie enthalten eine sogenannte Unruh als Schwingkörper, die durch eine gespannte Spiralfeder in Bewegung gehalten wird. Die Feder wird entweder automatisch oder per Hand aufgezogen.

Bei Automatikwerken sorgt ein Rotor dafür, dass sich die Feder durch die Bewegung des Handgelenks während dem Tragen selbst aufzieht. Beim reinen Handaufzug fehlt dieser Rotor – hier muss die Feder regelmäßig über die Krone manuell aufgezogen werden. Viele Automatikuhren haben den Vorteil, dass sie beides kombinieren und sowohl durch Tragen der Uhr als auch durch manuelles Aufziehen der Krone funktionieren.

Die sogenannte Gangreserve – also die Zeit, die eine Uhr ohne Bewegung weiterläuft – beträgt bei den meisten mechanischen Modellen etwa 40 bis 80 Stunden. Selten, aber praktisch: Einige Uhren verfügen über eine Anzeige der verbleibenden Gangreserve.

Wie die Quarzkrise mechanische Uhren rettete

Nein, die Quarzkrise war keine Rohstoffkrise, wie der Name vermuten lassen könnte. Vielmehr geriet die Schweizer Uhrenindustrie aufgrund strategischer Fehlentscheidungen in eine finanzielle Krise.

In den 1970er Jahren brachte die neuartige und scheinbar überlegene Quarztechnologie einen Wandel: Der Produktionsschwerpunkt verlagerte sich von mechanischen Uhren auf Quarzuhren. Schnell stellte sich heraus, dass Quarzwerke – die sich im Vergleich zu mechanischen Uhrwerken leichter herstellen lassen – in Fernost genauso gut und deutlich günstiger produziert werden konnten. Gewissermaßen aus einer Not heraus fokussierten sich die Schweizer Hersteller daraufhin wieder auf ihre Kernkompetenz und (eine vermeintlich veraltete Technologie): mechanische Uhren.

Heute erfreuen sich mechanische Uhren v. a. unter Uhreninteressierten wieder großer Beliebtheit, was auch die zahlreichen jährlichen Neuerscheinungen belegen. Sie verkörpern für viele Uhrenfans analogen Charme und Wertbeständigkeit. Dazu kommt die Faszination für das Design, den präzisen Aufbau und die Handwerkskunst, die in einem mechanischen Uhrwerk mit bis zu mehreren hundert Einzelteilen steckt.

mechanisches Uhrwerk
Präzision auf engstem Raum: das Uhrwerk eines mechanischen Chronographen. © Alex Yeung/Shutterstock.com

Quarzwerk vs. mechanisches Werk im Vergleich

Quarzwerk

Mechanisches Werk

Tendenziell geringere Anschaffungskosten

In der Regel höhere Anschaffungskosten

Hohe Ganggenauigkeit, selbst bei günstigen Modellen

Geringere Ganggenauigkeit, selbst bei teuren Modellen

Unbegrenzte Gangreserve mit Batterie/Solar

Begrenzte Gangreserve

Geringe Folge- bzw. Wartungskosten

Teils hohe Folgekosten durch Wartung des mechanischen Werks

Robust, gut geeignet für Sport und Freizeit

Empfindlicher gegenüber Erschütterungen

Viele Zusatzfunktionen möglich

Wenige Zusatzfunktionen

Regelmäßiger Batteriewechsel notwendig

Keine Batterie erforderlich

Batterieverbrauch weniger umweltfreundlich

Umweltfreundlicher im Betrieb

Sekundenzeiger bewegt sich i. d. R. ruckartig (ästhetisches Merkmal)

Sekundenzeiger bewegt sich fließend/schleichend

Das Gehäuse

Zerlegte Taucheruhr
Die einzelnen Bestandteile einer Taucheruhr. © Nor Gal/Shutterstock.com

Gehäusematerial

Für das Gehäuse kommen rostfreier Edelstahl, Titan, manchmal auch Gold, Carbon, Keramik oder Messing sowie – v. a. bei Digitaluhren – Kunststoff zum Einsatz.

Titan unterscheidet sich von Edelstahl durch geringeres Gewicht, ist zugleich deutlich härter und gilt als besonders gut hautverträglich bzw. allergiefreundlich. Edelstahl hingegen kann durch seinen Nickelanteil bei empfindlichen Personen allergische Hautreizungen hervorrufen.

Die Materialien unterscheiden sich auch deutlich in Aussehen und Haptik: Polierter Edelstahl besitzt ein charakteristisches Funkeln, während Titan oft matt oder seidenmatt verwendet wird. Titan fühlt sich subjektiv auf der Haut oft wärmer und angenehmer an. Manche Uhrenfans empfinden Titan-Uhren aufgrund ihres geringen Gewichts jedoch als weniger wertig. Letztlich ist das aber – wie so oft bei der Uhrenwahl – eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Titanuhr
Chronograph mit mattem Titangehäuse und Uhrenband. © Matthew Bain Inc/Shutterstock.com

Digitaluhren, aber auch viele günstige Analoguhren, bestehen häufig aus Kunststoff. Gegenüber Edelstahl oder Titan punktet dieser durch geringeres Gewicht, einen niedrigeren Preis und eine anfangs hohe Bruchsicherheit.

Bekannt für ihre Stoßfestigkeit ist z. B. die G-Shock-Linie von Casio. Allerdings ist Kunststoff nicht unbegrenzt haltbar: Mit der Zeit können Gehäuse und Armbänder spröde oder klebrig werden und brechen. In puncto Langlebigkeit sind Uhren aus Edelstahl oder Titan daher deutlich überlegen.

Die Gehäusegröße fällt bei Damenmodellen im Durchschnitt kleiner aus als bei Herrenmodellen, doch auch hier entscheidet letztlich der persönliche Geschmack. Viele Modelle werden daher bewusst als Unisex-Uhren vermarktet. Als grobe Orientierung gilt in Sammlerkreisen: Ein Gehäusedurchmesser von etwa 40 mm (ohne Krone) wird oft als ausgewogener Mittelwert genannt – passend für viele Handgelenke und optisch ausgewogen.

Uhrenboden

Der Uhrenboden ist i. d. R. abnehmbar, um die Batterie zu wechseln oder das Werk zu warten. Eine Ausnahme bilden seltene Moncoque- bzw. Einschalengehäuse, die aus einem Stück gefertigt sind. Hier ist das Gehäuse nur von oben durch das Entfernen des Uhrenglases zugänglich.

Ein verschraubter Boden (Screwback) verfügt über ein Gewinde und wird v. a. bei Uhren mit hoher Wasserdichtigkeit eingesetzt. Zum Öffnen werden spezielle Gehäuseöffner benötigt.

Verschraubter Boden mit Sichtglas zum Automatikwerk
Verschraubter Boden mit Sichtfenster auf das Automatikwerk. © Leith Homan/Shutterstock.com

Beim aufgeschraubten Boden kommen hingegen mehrere kleine Schrauben zum Einsatz, die den Boden fest gegen das Gehäuse pressen. Zum Öffnen ist i. d. R. ein kleiner Schraubendreher notwendig.

Früher waren häufig Druckböden/Einpressdeckel verbreitet, die einfach aufgedrückt werden. Zum Öffnen befindet sich eine kleine Einkerbung am Rand, wo ein Gehäuseöffner mit einer Klinge zum Aufhebeln angesetzt werden kann.

Mechanische Uhren besitzen mitunter einen Sichtboden: Dabei besteht ein Teil aus Mineral- oder Saphirglas und gibt den Blick auf das Uhrwerk frei. In vielen Fällen handelt es sich dabei um verschraubte Böden.

Batterie selber tauschen?

Am einfachsten zu handhaben sind aufgeschraubte Böden, da lediglich die kleinen Schrauben gelöst werden müssen – so ist ein Batteriewechsel auch für geschickte Laien möglich. Wichtig ist dabei v. a., den Dichtungsring vor dem Verschließen korrekt einzusetzen oder bei Bedarf zu erneuern, da eine spröde Dichtung die Wasserdichtigkeit beeinträchtigt.

Im Zweifelsfall und zur Aufrechterhaltung der Garantie solltest du darauf verzichten, selbst an deiner neuen Uhr zu arbeiten. Lässt du den Batterie- und Dichtungswechsel professionell durchführen, kann dabei außerdem auch gleich die Wasserdichtigkeit überprüft werden.

Uhrglas

Als Ausgangsmaterial kommen i. d. R. Kunststoff, Mineralglas oder Saphirglas in Frage.

Kunststoff

Kunststoffglas wird auch als Plexiglas oder Acrylglas bezeichnet und ist das günstigste der drei Materialien. Es besitzt jedoch einige besondere Eigenschaften, die es bei Uhrenfans beliebt machen: geringes Gewicht, hohe Schlagfestigkeit und die Möglichkeit, Kratzer vergleichsweise einfach zu entfernen.

So verfügt etwa die – nicht nur in Uhrensammlerkreisen bekannte – Omega Speedmaster Moonwatch über ein Kunststoffglas. Sie wurde von der NASA u. a. deswegen als offizieller Zeitmesser für die Mondlandung 1969 ausgewählt, weil beim Bruch von Kunststoffglas keine scharfen Splitter wie bei Mineral oder Saphir entstehen, die im Cockpit Schäden verursachen könnten.

Dieses Beispiel zeigt, dass nicht immer das teuerste Material die beste Wahl ist, sondern das, was den jeweiligen Anforderungen am besten entspricht.

Mineral- und Saphirglas

Mineralglas ist bereits in unbehandeltem Zustand deutlich härter als Kunststoffglas und dadurch kratzresistenter. Gehärtetes Mineralglas ist dann widerstandsfähig genug, um den meisten Alltagsbelastungen über viele Jahre gut standzuhalten.

Das teuerste dieser drei Materialien ist Saphirglas. Es bietet den besten Schutz gegen Kratzer – selbst sehr harte Alltagsmaterialien hinterlassen hier kaum bis keine Spuren. Allerdings ist es im Vergleich zu Mineralglas spröder und kann bei starken Stößen eher brechen. So wurde ursprünglich bei professionellen Taucheruhren mitunter Mineralglas bevorzugt – der Gedanke dahinter: bei einem versehentlichen Schlag gegen einen Felsen würde ein Saphirglas eher brechen und splittern als ein Mineralglas.

Nachdem Taucheruhren heute meist weder zum Tauchen noch unter extremen Bedingungen getragen werden, setzen viele Hersteller dennoch auf Saphirglas – die Kratzfestigkeit bietet im Alltag viele Vorteile. Der Name Saphirglas ist übrigens etwas irreführend: Es handelt sich weder um natürlichen Saphir noch um klassisches Glas, sondern um ein künstlich hergestelltes Material aus Aluminiumoxid.

DIY: Kratzer aus dem Uhrenglas polieren

Am einfachsten lassen sich Kratzer aus Uhrengläsern aus Kunststoff (Plexiglas/Acryl) entfernen – unabhängig davon, ob es sich um eine günstige Uhr oder ein hochwertiges Modell handelt. Ein unter Uhrensammler:innen dafür bewährtes Mittel ist Polierpaste. Sie wird einige Minuten lang mit einem Wattepad in gleichmäßigen, kreisenden Bewegungen in das Uhrenglas einpoliert.

Bei tieferen Kratzern kann der Vorgang länger dauern und mehrere Anwendungen erfordern, führt aber in den meisten Fällen zu guten Ergebnissen. Beachte dabei, dass beim Polieren stets ein wenig Material abgetragen wird – übertreibe es also nicht unnötig.

Bei zerkratztem Mineralglas oder Saphirglas ist es hingegen schwierig bis nahezu unmöglich, mit Polierpasten oder anderen Schleifmethoden zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen. In diesen Fällen ist ein Austausch des Glases meist die bessere Lösung. Aber halb so wild – Mineralglas ist vergleichsweise günstig zu ersetzen und Saphirglas bekommt ohnehin nur in Ausnahmefällen Kratzer ab.

Das Uhrenband

Ein qualitativ hochwertiges Uhrenband ist ein entscheidender Faktor für den Tragekomfort deiner Uhr. Ob aus Leder, Stoff, Kunststoff, Kautschuk, Edelstahl oder Titan – hier sollte nicht gespart werden. Dabei muss die Uhr nicht nur gut am Handgelenk sitzen, sondern auch das Material hautverträglich sein und Belastungen durch Wasser und Schweiß standhalten.

Ein minderwertiges Uhrenband kann sich im ungünstigsten Moment öffnen oder reißen – etwa beim Schwimmen im Meer – und im schlimmsten Fall die Uhr verloren gehen. Ebenso wichtig ist eine hochwertige Schließe – etwa eine Faltschließe – idealerweise mit zusätzlichem Sicherungsbügel, die ein versehentliches Öffnen verhindert.

Qualitativ hochwertige Lederbänder sind flexibel und angenehm auf der Haut zu tragen, eignen sich aber dafür weniger gut für heiße, feuchte Umgebungen oder bei häufigem Kontakt mit Wasser. In solchen Fällen sind Bänder aus Resin oder Silikon die bessere Wahl. Sie werden häufig bei Taucher- und Sportuhren eingesetzt, da sie robust, pflegeleicht und komfortabel sind.

Angenehm zu tragen sind auch sogenannte NATO-Bänder aus Nylon oder Textil. Sie wurden ursprünglich für den militärischen Einsatz entwickelt und lassen sich besonders einfach befestigen. Außerdem bieten sie eine große Auswahl an Farben und Mustern, um deiner Uhr einen individuellen Look zu verpassen.

Stahluhrenband mit Sicherheitsfaltschließe
Stahlband und Faltschließe mit Sicherheitsbügel. © Olga Popova/shutterstock.com

Metallbänder – aus Edelstahl oder Titan – sind für nahezu alle Uhrentypen erhältlich, von günstigen Modellen über Luxusuhren bis hin zu Taucheruhren. Die Qualitäts- und Preisunterschiede sind groß; bekannte Designs sind etwa Oyster, President oder Jubilee.

Damit ein Metallband individuell passt, können i. d. R. einzelne Glieder/Links entfernt werden. Das kann je nach Modell etwas aufwendig sein und erfordert meist passendes Werkzeug – oder einen Besuch bei einer Uhrmacherin oder einen Uhrmacher. Ist das Metallband einmal richtig angepasst, zählt es zu den langlebigsten und robustesten Bandvarianten. U. a. weil es pflegeleicht, wasserbeständig und einfach zu reinigen und trocknen ist.

Achtung: Wenn du einen größeren Handgelenkumfang hast, solltest du beim Kauf auf die maximale Länge des Metallbandes achten.

Eine Uhr – zwei Bänder

Wenn für ein Uhrenmodell die Wahl zwischen Metall- und beispielsweise Kautschukband besteht – und du beide Varianten nutzen möchtest – ist es meist günstiger, die Version mit Metallband zu wählen und ein Kautschukband separat zu kaufen.

Metallbänder sind aufgrund der Endlinks – also der Verbindungsglieder zwischen Band und Gehäuse – häufig speziell auf ein bestimmtes Uhrenmodell abgestimmt. In vielen Fällen passt daher nur das Originalband des Herstellers optimal – sowohl optisch als auch hinsichtlich der Abmessungen.

Bei Kunststoff-, Resin- und Kautschukbändern sowie Lederbändern ist hingegen vor allem die Breite des Bandanstoßes entscheidend, z. B. 16, 18, 20, 22 mm. Hier lassen sich oft auch Bänder anderer Hersteller problemlos verwenden und du hast daher eine breite Auswahl an Materialien und Farben.

Wichtige Uhrentypen

Was macht eine Taucheruhr zur Taucheruhr? Was zeichnet eine Felduhr aus? Und was kann ein Chronograph? Wir stellen dir einige der wichtigsten und verbreitetsten Uhrentypen vor und zeigen, was sie ausmacht und welche Funktionen sie bieten.

Wenn du dich neben den hier vorgestellten Armbanduhren auch für Trekking- und Sportuhren oder für Smartwatches interessierst, findest du diese in der Kategorie Smartwatches & Sportuhren

Taucheruhren: robust und vielseitig

Nein, man muss kein:e Taucher:in sein, um eine Taucheruhr zu tragen. Sowohl professionelle als auch Hobbytaucher:innen verwenden heute i. d. R. digitale Tauchcomputer und nutzen eine klassische analoge Taucheruhr eher als Backup.

Dennoch stimmt es, dass Klassiker wie die Rolex Submariner oder die Blancpain Fifty Fathoms – die heute als Luxusartikel gelten – ursprünglich für den professionellen Einsatz unter Wasser entwickelt wurden und bei militärischen Einheiten Verwendung fanden. Ihre zeitlosen, funktionalen Designs sind bis heute prägende Vorbilder für viele Uhrenmarken.

Taucheruhr
Taucheruhr auf Kautschukband: mit beschrifteter Lünette (= der äußere drehbare Ring), Leuchtmarkierungen auf dem Zifferblatt sowie den Zeigern und verschraubter Krone auf 3 Uhr. © Photoongraphy/shutterstock.com

Dass Taucheruhren (Diver) heute so beliebt sind, liegt an ihrer Robustheit, der guten Ablesbarkeit, der zuverlässigen Wasserdichtigkeit, der praktischen Zeitmessfunktion und ihrer vielseitigen Tragbarkeit – sie passen gleichermaßen zum Anzug und zur Jogginghose. Während das Gehäuse meist aus Edelstahl, Titan und manchmal Karbon gefertigt ist, bestehen die Armbänder neben Metall und Titan häufig aus Kunststoff oder Kautschuk.

Das Uhrwerk kann bei Divern sowohl mechanisch als auch batteriebetrieben sein. Ein Automatikwerk bietet dabei den Vorteil, dass während eines Tauchgangs – oder generell in ungünstigen Momenten – eine leere Batterie nicht zum Problem werden kann.

Ob eine Taucheruhr nicht nur gut aussieht, sondern auch tatsächlich über Taucheruhr-Qualitäten verfügt, erkennst du an der ISO 6425-Zertifizierung. Dieses Gütesiegel wird nur vergeben, wenn bestimmte Anforderungen an Wasserdichtigkeit, Ablesbarkeit, Stoßfestigkeit und Antimagnetismus erfüllt sind.

Das bedeutet übrigens nicht zwangsläufig, dass diese Uhren teuer sein müssen – Marken wie Seiko oder Citizen sind bekannt für leistbare ISO-zertifizierte Modelle.

Thema Wasserdichtigkeit

Die Wasserdichtigkeit wird in Bar oder Metern angegeben. Ein verbreiteter Irrtum ist, dass z. B. 100 m Wasserdichtigkeit einer Tauchtiefe von 100 m entspricht. Tatsächlich beschreibt dieser Wert den Druck, dem eine Uhr standhält, ohne dass Wasser eindringt.

Ein wichtiges Merkmal einer Taucheruhr ist die verschraubbare Krone. Dabei befindet sich im Gehäuse ein Gewinde, in das die Krone bis zum Anschlag eingeschraubt wird. So ist sie beim Tauchen oder Schwimmen gegen versehentliches Herausziehen geschützt und es kann kein Wasser ins Gehäuse eindringen. Entscheidend ist dabei v. a., dass die Krone nicht herausgezogen wird – das Verschrauben selbst erhöht die Wasserdichtigkeit nicht in jedem Fall.

Eignung nach Wasserdichtigkeit (Empfehlung):

5 bar / 50 m

10 bar / 100 m

20 bar / 200 m

Baden / Duschen

Baden / Duschen

Baden / Duschen

Schwimmen / Schnorcheln

Schwimmen / Schnorcheln

Tauchen

Tauchzeitmessung

Neben einer Wasserdichtigkeit von mindestens 10 bar bzw. 100 m (besser 20 bar bzw. 200 m) gehören auch eine gute Ablesbarkeit bei Dunkelheit durch Leuchtmarkierungen sowie eine Zeitmessfunktion zu den geforderten Eigenschaften einer ISO-zertifizierten Taucheruhr. So lässt sich unter Wasser jederzeit nachvollziehen wie viel Tauchzeit bereits vergangen ist.

Zur Messung ist eine einseitig drehbare Lünette mit Minutenmarkierungen – sowie meist eine zusätzliche Skalierung in Fünf-Minuten-Schritten – notwendig. Bei der Nullmarkierung befindet sich ein Punkt (oder eine Perle, eine dreieckige Markierung o. ä.), der bei Dunkelheit gut sichtbar leuchtet. Zusätzlich sind sowohl Zeiger als auch Stundenmarkierungen mit Leuchtmasse versehen – bei manchen Modellen auch die gesamte Lünettenbeschriftung.

Um die vergangene Tauchzeit zu messen, wird die Nullmarkierung auf den Minutenzeiger ausgerichtet. Die verstrichene Zeit lässt sich anschließend direkt an der Lünette ablesen. Diese Funktion ist nicht nur beim Tauchen, sondern auch im Alltag nützlich – etwa beim Kochen oder beim Training.

Früher hatten viele Taucheruhren einen Tiefenmesser integriert, der an einem markanten Sensor am Gehäuse erkennbar ist. Bei professionellen Taucher:innen spielt diese Funktion seit der Verbreitung moderner Tauchcomputer eine untergeordnete Rolle.

Chronographen: sportlich und praktisch

Chronographen verfügen über eine Zeitmessfunktion mit Stoppuhr und haben ihre Wurzeln im Sportbereich – etwa im Motor- oder Segelsport. Fliegerchronographen fanden ursprünglich ihre Anwendung im Flugsport und in der militärischen Luftfahrt.

Typisch sind die seitlichen Drücker sowie die kleineren Hilfszifferblätter, wo sich gestoppte Zeiten wie Zehntelsekunden, Minuten oder Stunden ablesen lassen. Die Anzeige der gestoppten Sekunden läuft i. d. R. über den sogenannten großen Sekundenzeiger auf dem Hauptzifferblatt.

Viele Chronographen verfügen außerdem über eine Tachymeter-Skala auf der Lünette, mit der sich z. B. die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs berechnen lässt. Einige Modelle bieten zusätzlich eine GMT- oder Weltzeitfunktion, bei der ein zweiter Stundenzeiger eine weitere Zeitzone anzeigt (diese Funktion ist nicht auf Chronographen beschränkt, sondern auch bei anderen Uhrentypen zu finden).

Was früher v. a. im Renn-, Segel-, oder Flugsport genutzt wurde, ist heute ein praktisches Tool im Alltag – etwa zum Messen von Parkdauer, Kochzeiten, Spielzeiten oder beim Hobbysport. Zu den designprägenden Klassikern unter den Chronographen zählen etwa die Rolex Daytona oder die Omega Speedmaster.

Chronograph
Chronograph mit drei kleinen Hilfszifferblättern. © AlexRoz/shutterstock.com

Das Uhrwerk kann entweder batteriebetrieben (Quarz) oder mechanisch sein, wobei letztere bei Chronographen aufgrund ihres komplexen Aufbaus deutlich teurer sind. Wie anspruchsvoll die Entwicklung eines zuverlässigen automatischen Chronographenwerks ist, zeigt die Tatsache, dass das bereits in den 1970er-Jahren entwickelte ETA 7750-Werk bis heute weit verbreitet ist und geschätzt wird.

Nicht zu verwechseln: Chronometer und Chronograph bezeichnen unterschiedliche Dinge. Ein Chronometer ist ein besonders präzises, zertifiziertes Zeitmessinstrument (diese Zertifizierung ist aber nicht auf Chronograph beschränkt).

Dresswatches: schlicht und elegant

Dress-Uhren zeichnen sich durch elegantes und zurückhaltendes Design aus. Außer einem Datum haben sie i. d. R. keine besonderen Funktionen und auch die Wasserdichtigkeit ist meist gering.

Dresswatch
Schlichte Eleganz passt zu vielen Anlässen. © Melih Evren/shutterstock.com

Mit ihrem oft kleinen Durchmesser wirken Dresswatches gerne dezent und tragen nicht zu stark auf. Auch das aufgeräumte Zifferblatt sowie ruhige Farbtöne unterstreichen das zurückhaltende Gesamtbild. Die Idee dahinter ist eine schlichte Uhr, die nicht zu auffällig wirkt und und das Outfit ergänzt – ursprünglich wurden Dressuhren daher gerne zu besonderen Anlässen oder im beruflichen Umfeld zum Anzug getragen.

Uhren im Stil einer Dresswatch gibt es in allen Preisklassen mit Automatik- oder Quarzwerk. Zu den stilprägenden Klassikern zählen u. a. Modelle von Patek Philippe, Nomos oder Glashütte.

Felduhren: funktionell und schnörkellos

Felduhren (Field Watch) haben – wie viele Zeitmesser – ihren Ursprung im militärischen Bereich, konkret bei den Bodentruppen. Daraus ergeben sich auch die typischen Anforderungen an eine Felduhr: schnelle und einfache Ablesbarkeit der Zeit, Leuchtmasse für gute Sichtbarkeit im Dunkeln, ein robustes und aus Tarnungsgründen oft mattes statt glänzendes Metallgehäuse, Wasserdichtigkeit und ein kompakter Gehäusedurchmesser.

Felduhr
Felduhr mit Nylonband. © Mercury Green/shutterstock.com

Typisch ist auch die oft zusätzliche 24-Stunden-Skala auf dem Zifferblatt mit den Ziffern 13 bis 24. Sie dient der eindeutigen Zeitangabe insbesondere im angloamerikanischen Raum, wo im Alltag für z. B. 4 Uhr morgens und 4 Uhr nachmittags dieselbe Ziffer verwendet wird (4 am und 4 pm). Um Missverständnisse auszuschließen heißt 4 Uhr nachmittags im militärischen Einsatz unmissverständlich 1600 (sixteen hundred).

Eine weitere Funktion mit militärischem Ursprung ist der Sekundenstopp (auch Hacking genannt). Bei analogen Uhren stoppt dabei der Sekundenzeiger, sobald die Krone herausgezogen wird. So können Uhren innerhalb einer militärischen Einheit exakt synchronisiert und Einsätze sekundengenau koordiniert werden. Diese Funktion hat sich etabliert und ist heute bei den meisten Uhren Standard.

Typisch für Felduhren sind außerdem Durchzugsbänder aus Nylon, Stoff oder Leder. Sie werden – anders als klassische Armbänder – durch die Federstege geführt. Diese sogenannten NATO-Bänder lassen sich einfach, schnell und ohne Werkzeug wechseln.

Die schnörkellose Gestaltung von Felduhren ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass sie kostengünstig, robust und in großen Stückzahlen produzierbar sein müssen, um militärische Einheiten zuverlässig auszustatten.

Heute zählen Felduhren zu beliebten Alltagsuhren. Viele Marken haben Modelle im Field Watch-Design im Programm – meist im unteren bis mittleren Preissegment angesiedelt. Dabei gibt es zahlreiche moderne Interpretationen, etwa mit größerem Gehäusedurchmesser, höherer Wasserdichtigkeit oder Metallarmbändern. Zu bekannten Marken zählen etwa Hamilton, Marathon oder IWC u. v. m.

Digitaluhren: günstig und multifunktional

Digitaluhren haben statt einem analogen Zifferblatt mit Zeigern ein Display und laufen immer mit einem batteriebetriebenen Quarzwerk. Neben der Zeitanzeige bieten sie meistens zahlreiche Zusatzfunktionen, die über Druckknöpfe gesteuert werden können. Dazu gehören etwa Stoppuhr, zweite Zeitzone oder Weltzeit, Alarmfunktion, Timer sowie Displaybeleuchtung oder ausgefallenere Features wie Mondphasen und Ebbe-Flut-Indikator.

Digitaluhr
Vielseitig, langlebig und günstig: Digitaluhr im Retrodesign. © Pham Van Thuan/shutterstock.com

Digitaluhren sind oft wasserdicht und speziell die G-Shock Serie von Casio bekannt für ihre Robustheit. Diese Uhren verfügen über eine stoßabsorbierende Konstruktion im Inneren sowie ein äußeres tauschbares Gehäuse (Bezel) aus Resin. Auch das Resin-Armband ist austauschbar und besonders widerstandsfähig. Seit der Markteinführung im Jahr 1983 wurden zahlreiche Modelle entwickelt, die bei Jugendlichen, Sportler:innen, Modebewussten, Sammler:innen bis hin zum Militär weit verbreitet waren und sind. Auch verschiedenste Kollaborationen (z. B. Bape) haben zum Erfolg beigetragen.

Für den Outdoorbereich gibt es wiederum etwas speziellere Digitaluhren mit Zusatzfunktionen wie Kompass, Barometer, Höhenmesser und Thermometer. Wenn du von den vielen Funktionen einer Digitaluhr profitieren willst, aber gleichzeitig eine klassische, analoge Zeitanzeige bevorzugst, dann sind analog/digitale Uhren ein guter Kompromiss. Sie kombinieren ein analoges Zifferblatt mit einem LCD-Display für Funktionen wie Stoppuhr, Alarm oder Timer.

Vorteile dank Solarzellen

Uhren, die ihre Energie über Solarzellen beziehen, haben ein Quarzwerk und nutzen wiederaufladbare Batterien. Wie bei jedem Akku nimmt die Kapazität im Laufe der Zeit ab, so dass nach einigen Jahren ein Austausch notwendig wird.

Ist der Energiespeicher voll geladen, kann eine hochwertige Solaruhr mehrere Monate lang weiterlaufen, selbst wenn sie in einer Schublade liegt und keiner Lichtquelle ausgesetzt ist. Viele Modelle verfügen über eine Batteriekontrollanzeige, die anzeigt wie hoch die Restladung noch ist.

Sollte die Batterie vollständig entladen sein, kann es einige Tage dauern, bis sie wieder vollständig geladen ist. Dabei ist nicht zwingend Sonnenlicht notwendig – auch künstliche Lichtquellen sind grundsätzlich geeignet.

Solarbetriebene Werke sind besonders sinnvoll bei Uhren mit energieintensiven Funktionen wie Licht, Alarm oder zusätzlichen Sensoren. Bei Taucheruhren liegt ein weiterer Vorteil darin, dass solarbetriebene Modelle selten geöffnet werden müssen – i. d. R. noch seltener als mechanische Uhren. Dadurch wird das Risiko von Problemen mit der Wasserdichtigkeit durch unsachgemäßes Verschließen reduziert.

Fazit: Die Uhr, die zu dir passt

Getragen wird natürlich, was gefällt – als grobe Orientierung lassen sich die Uhrentypen jedoch so zusammenfassen: Dresswatches sind elegant, Taucheruhren robuste Allrounder, Chronographen und Felduhren vielseitige Begleiter, während Digitaluhren und Smartwatches die meisten Funktionen bieten.

Bei der Technik gilt: Quarzuhren – selbst günstige – sind besonders präzise, mechanische Uhren i. d. R. teurer, dafür batterielos und charakterstark. Solaruhren sind eine praktische wartungsarme Alternative.

Weitere individuelle Auswahlmöglichkeiten betreffen Größe, Material, Glas und Band: 40 mm Durchmesser gilt als guter Mittelwert; Edelstahl ist robust, Titan leicht und hautfreundlich; Saphirglas ist besonders kratzfest, gehärtetes Mineral besonders bruchsicher; Metallbänder sind langlebig und pflegeleicht; Leder-, Kunststoff-/Kautschuk- und Stoffbänder sind einfach wechsel- und verstellbar. Achte unbedingt darauf, dass deine Uhr ausreichend wasserdicht ist – 100 m oder 10 bar sind ein guter Wert –, wenn es dein Alltag verlangt.

Am Ende gilt: Die beste Uhr ist die, die zu deinem Alltag und Stil passt – und oft bleibt es nicht bei nur einer. Schön an der Uhrenleidenschaft ist auch die große Community – sowohl im deutschsprachigen als auch im internationalen Raum – wo du mit Gleichgesinnten News, Tipps und Erfahrungen austauschen kannst.

Häufige Fragen & Antworten

Kann ich mit meiner Uhr schwimmen oder duschen?

Zum Duschen oder Schwimmen werden oft mindestens 100 m bzw. 10 bar Wasserdichtigkeit empfohlen. Die Angabe findest du meist auf dem Zifferblatt und/oder dem Gehäuseboden.

Ob nicht auch eine geringere angegebene Wasserdichtkeit ausreichend ist, wird in Uhrenforen oft kontrovers diskutiert – in der Praxis zeigen sich unterschiedlichste Erfahrungen. Im Zweifelsfall solltest du dich an den offiziellen Herstellerangaben orientieren.

Wie lange hält eine Batterie in einer Armbanduhr?

Das hängt vom Uhrwerk, der Batterie und möglichen Zusatzfunktionen ab. Einfache Quarzuhren laufen meist 2 bis 3 Jahre, manche Digitaluhren mit Langzeitbatterien sogar bis zu 10 Jahre.

Wenn du mehrmals täglich Zusatzfunktionen wie Licht und Alarm verwendest, kann sich die Batterielaufzeit stark verkürzen.

Braucht eine Solaruhr eine Batterie?

Ja. Solaruhren besitzen einen wiederaufladbaren Energiespeicher. Dadurch laufen sie auch ohne Lichtquelle – z. B. in der Schublade liegend – oft mehrere Monate weiter (Dunkelgangsreserve).

Ein Austausch kann je nach Ladeverhalten erst nach rund 10 oder noch mehr Jahren notwendig werden.

Welche Uhr geht am genauesten?

Quarzuhren sind i. d. R. deutlich präziser als mechanische Uhren. Letztere weichen selbst im besseren Fall um etwa +/- 5–10 Sekunden pro Tag ab, während durchschnittliche Quarzuhren rund +/- 15–20 Sekunden pro Monat abweichen. Spezielle Quarzwerke können Abweichungen von nur +/- 5–10 Sekunden pro Jahr (!) einhalten.

Besonders genaue Uhren werden mit dem Begriff Chronometer zertifiziert und müssen dafür strenge Voraussetzungen erfüllen.

Wie kann ich Kratzer aus meiner Uhr entfernen?

Kunststoff- bzw. Acrylglas lässt sich mit spezieller Polierpaste (z. B. Polywatch) meist gut polieren.

Bei stark zerkratztem Mineralglas ist ein Austausch oft die beste Lösung. Saphirglas ist sehr kratzfest und wird nur selten beschädigt.

Sind Chronographen und Chronometer das gleiche?

Nein. Ein Chronograph ist eine Uhr mit Stoppfunktion. Ein Chronometer hingegen ist eine besonders präzise Uhr, deren Werk offiziell zertifiziert wurde (z. B. durch die COSC – Contrôle officiel suisse des chronomètres).

Warum eine Uhr tragen, wenn ich ein Smartphone habe?

Eine Armbanduhr zum Zeitablesen zu tragen, ist heute kaum noch notwendig. Uhrenfans sehen aber mehr als Zeitmesser darin: Sie sind Accessoire, Handwerkskunst und Ausdruck persönlichen Stils. Vor allem mechanische Uhren faszinieren durch ihre Werke – oft sichtbar gemacht durch einen Glasboden –, die aus mehreren hundert Teilen bestehen können.

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