Make-Up – bring dein Gesicht zum Strahlen
„Beauty begins the moment you decide to be yourself“, sagt Make-Up-Ikone Charlotte Tilbury und auch, dass jede Person mit Make-Up schön sein kann. Dem können wir uns nur anschließen. Kaum sieht man die Riesenauswahl an Primern, Concealern, BB Creams und Co., kann man sich allerdings auch etwas überfordert fühlen. Vor allem in den letzten Jahren hat der Markt rasante Entwicklungssprünge gemacht.
Wir verraten, wofür man welche Produkte nutzt, wie sich Make-Up bei bestimmten Hauttypen verhält und auch alle Tipps gegen absetzende Foundation, Augenringe und mehr. Wenn du möchtest, kannst den Ratgeber also in der gegebenen Reihenfolge nacharbeiten – so erzielst du die schönsten Effekte. Wir beginnen beim Primer, erläutern die Nutzung von Camouflage, und gehen dann der Frage nach, ob sich Foundation, BB Cream oder doch CC Cream für dich am besten eignet. Danach erzählen wir dir über Concealer, Puder, Bronzer und wie du mit Contouring dein Gesicht nach deinen Wünschen modellieren kannst. Zuletzt tupfen wir noch Rouge auf und schon ist der perfekte Look fertig.
Die Basis für schönes Make-Up
Die Basis eines Make-Ups ist immer die richtige Pflege, damit die Haut gut hydriert ist und kein Öl das Make-Up aufbricht. Denn sonst werden Fältchen betont, das Make-Up reißt oder setzt sich ab – oder „rutscht“ sogar völlig vom Gesicht. Alle Pflege findest du hier. Ist diese gut erledigt und deine Haut mit allen Nährstoffen versorgt, kann es auch ans Schminken gehen. Der Schritt ist wirklich wichtig, denn mit der richtigen Gesichtspflege hält ein Make-Up viel besser auf der Haut.
Primer
Primer sind eine Art Grundierung und bilden den ersten Schritt. Sie können nicht nur mit Nährstoffen versorgen, sondern auch helfen, damit jede weitere Schicht besser auf dem Gesicht hält. Zusätzlich können sie auch Probleme ausgleichen, und mattieren, das Hautbild verfeinern oder auch als Farbkorrektur dienen. Prinzipiell helfen sie, dass das Make-Up darüber dann dort bleibt, wo du es aufträgst und sich nicht absetzt.
Primer können verschiedene Eigenschaften haben:
- Hydrierend: Trockene Haut wird vom Primer mit Feuchtigkeit versorgt und es wird verhindert, dass diese sich verflüchtigen kann. Sie stellen sicher, dass das Make-Up nicht in Fältchen kriechen kann, und verhindern das Aufbrechen des Make-Ups („creasing“).
- Mattierend: Bei öliger Haut stellen Primer eine Schutzbarriere zwischen deiner Haut und dem Make-Up dar. Das Öl der Haut bricht leider jedes Make-Up auf und bringt uns zum Glänzen. Primer nehmen den Glanz weg und helfen, dass das Make-Up nicht vom Gesicht rutscht.
- Verfeinern: Große Poren und kleinere Narben lassen sich mit dem richtigen Primer ausgleichen und optisch verkleinern.
- Farbkorrektur: Besonders bei Rötungen, Augenringen oder anderen markanteren Verfärbungen können farblich korrigierende Primer helfen, die meist CC Primer genannt werden. Diese sind mit Farbpigmenten angereichert und wirken der entsprechenden Stelle optisch entgegen. Gegen Rötungen werden grüne CC Primer eingesetzt, gegen bläulich-violette Augenringe helfen gelb-orange-farbene CC Primer und bei Grauschleiern, wie etwa bei der sogenannten Marionettenfalte (am Mundwinkel Richtung Kinn), helfen rosa CC Primer.
- Glow: Primer können auch den jugendlichen Glow geben und das Gesicht insgesamt strahlender und frischer aussehen lassen. Doch Achtung: Bei öliger Haut können Glow-Produkte mitunter kontraproduktiv wirken.
- Augenlid: Nicht nur für das Gesicht, auch für das Augenlid gibt es eigene Primer. Die sorgen dafür, dass der Lidschatten richtig gut am Auge sitzt und sich nicht verschmiert.
Tipp für alle mit öliger Haut an der Nase, bei denen sich das Make-Up gerade dort gern in Pünktchen absetzt: Mit Augenprimer auf der Nase haftet das Make-Up viel besser. Aber Vorsicht, das kann mitunter die Poren verstopfen und manche Menschen neigen dann zu Pickeln. Für das Verstopfen verantwortlich sind komodogene Stoffe. Diese bewirken einen Schutzfilm auf der Haut, der Öle und Feuchtigkeit zurückhält - sie haben daher nicht nur negative Eigenschaften.
Spray-Primer können direkt auf das Gesicht gesprüht werden. Creme- oder Gel-Primer werden hingegen am besten mit den Fingern in einer hauchdünnen Schicht auf das Gesicht aufgetragen und sanft einmassiert. Für das ganze Gesicht reicht schon eine erbsengroße Menge. Aber: Nicht immer muss ein Primer über das ganze Gesicht aufgetragen werden, meist hilft es nur die notwendigen Stellen damit zu versorgen. Das ist zum Beispiel besonders für Mischhauttypen wichtig, die den besten Effekt erzielen, wenn sie einen mattierenden Primer in der T-Zone auftragen und einen hydrierenden oder Glow-Primer an den trockenen Stellen.
Generell gilt bei Primern: Weniger ist mehr. Trage nur eine geringe Menge in einer sehr dünnen Schicht auf, sonst können die Make-Up-Schichten darüber sogar schlechter halten, anstatt besser.
Tipp: Oft gibt es Primer-Sprays, die auch als Make-Up-Fixierung dienen können. Sehr praktisch!
Camouflage & Corrector
Camouflage, immer häufiger auch mit der englischen Bezeichnung Corrector genannt, ist nicht etwa Tarnfarbe, sondern dient dazu, starke Verfärbungen auszugleichen. Diese tiefpigmentierten Cremen und Puder helfen unerwünschte Sommersprossen, Altersflecken oder auch sehr starke Augenringe zu verdecken. Sogar Muttermale, Feuermale und Tattoos können damit kurzfristig auf Wunsch „verschwinden“. Wer nun das Gefühl hat, dass es hier darum geht sich zu verstecken, dem seien die Worte von Make-Up-Artist Bobbi Brown ans Herz gelegt: „I believe that all women are pretty without makeup, but the right makeup can be pretty powerful.” Wir möchten ergänzen: Das gilt nicht nur für Frauen.
Das Wort Camouflage kommt aus dem Französischen und bedeutet "Verschleierung". Es wird tatsächlich auch beim Militär für Tarnung verwendet, dort werden Gebäude, Fahrzeuge, Kleidung und auch Gesichter getarnt - allerdings deutlich anders als im Make-Up-Bereich.
Wenn Primer oder Concealer nicht ausreichen, um etwas abzudecken, dann hilft Camouflage. Hier empfiehlt es sich das Farbenrad anzusehen und immer die Gegensatzfarbe zur eigenen „Problemfarbe“ zu wählen. Die Gegensatzfarbe neutralisiert die Problemfarbe optisch. So deckt man bläuliche Stellen am besten mit einem orange getönten Corrector ab, Violett wird am besten mit Gelb überdeckt. Grün wird durch Rot neutralisiert, Grau durch Rosa. Zunächst wirkt das extrem bunt, doch keine Angst. Diese hauchdünne Schicht einer gegensätzlichen Farbe gleicht nur aus und ist danach nicht mehr zu erkennen.
Üblicherweise wird Camouflage vor der Foundation hauchdünn aufgetragen und vorsichtig in die entsprechenden Stellen sanft einmassiert oder aufgestrichen.
Foundation, BB Cream und CC Cream
Foundation, BB Cream oder CC Cream? Nein, es müssen nicht alle auf einmal sein. Jedes der Produkte hat seine Stärken und Schwächen. Doch worin genau unterscheiden sich die drei und was sind die Gemeinsamkeiten?
Alle drei sorgen für ein gleichmäßiges und schöneres Hautbild. Ganz egal ob man danach nur einen ganz leichten „No-Make-Up“-Look zaubert, ein atemberaubendes Abendoutfit ergänzt oder Full-Glitter-Drag-Queen wird – Foundation, BB Cream und CC Cream bilden die Basis. Alle drei gibt es in flüssiger Form, kompakt oder als loses Puder. Hier gilt üblicherweise die Formel: Je länger das Make-Up halten soll, desto eher solltest du zu Puder-Make-Up greifen. Mittlerweile sind aber auch flüssige Formeln schon sehr lange haltbar.
Alle drei müssen gut auf den eigenen Hautton abgestimmt sein. Idealerweise testet man eine Foundation, BB und CC Cream, indem man ein wenig vom Produkt direkt am Kinn hinunter Richtung Hals aufträgt und leicht verblendet. So kann man auch mehrere Produkte nebeneinander testen. Idealerweise verschmilzt das Produkt direkt mit dem eigenen Hautton am obersten Punkt des Halses.
Übrigens ist ein integrierter Sonnenschutz (abgekürzt SPF oder LSF) in vielen Make-Up-Produkten enthalten. Dieser hilft Hautalterung vorzubeugen. Du findest Make-Up mit integriertem Sonnenschutz hier.
Je nach Wunsch kann das Produkt aber auch eine Nuance heller oder dunkler sein. Weicht man zu weit vom eigenen Hautton ab, kann zwischen Gesicht und Hals ein unschöner Kontrast entstehen – das Make-Up wirkt dann sehr maskenhaft. Oder man schminkt jedes Mal Hals und Dekolleté mit, riskiert dann aber Make-Up-Flecken an der Kleidung. Prinzipiell steht einem der richtige Farbton am besten. Hier gilt, was die Beauty-Bloggerin Michelle Phan sagt: „Makeup is not a mask that covers up your beauty – it’s a weapon that helps you express who you are from the inside.”
Welche Farbe ist die richtige?
Der eigene Hautton ist nicht nur durch die Helligkeit bestimmt, sondern hat auch einen spezifischen Unterton, der sich auch nicht ändert, wenn sich die Haut im Sommer bräunt. Untertöne der Haut können warm, kalt, neutral oder auch olivfarben sein.
Warme Hautuntertöne | haben einen sanften Goldgelb- oder Apricotstich und meist erscheinen die Adern an der Unterseite des Unterarms grünlich. Bist du ein warmer Hauttyp, steht dir auch ein warmstichiges Make-Up üblicherweise am besten. Die meisten Menschen haben einen warmen Hautunterton, darum gibt es für warme Töne auch die größte Auswahl. Passende Produkte tragen oft Namen wie Vanilla, Caramel, Honey oder haben den Buchstaben W zusätzlich zu einer Nummer. |
Kühle Hautuntertöne | haben einen sanften Rosa- oder Rotstich. Die Adern am Unterarm erscheinen häufig bläulich oder violett. Kühlen Hauttönen steht warmes Make-Up gar nicht, sie benötigen kühle Töne. Passende Produkte tragen oft Namen wie Rose, Espresso oder Cool/Kühl, oder haben den Buchstaben C zusätzlich zu einer Nummer. |
Neutrale Hautuntertöne | haben sowohl warme als auch kühle Nuancen. Sie liegen dazwischen und können oft sowohl warme, als auch kühle Töne tragen. Es gibt eigenes Make-Up mit neutralem Unterton, dies ist oft mit einem N zusätzlich zu einer Nummer gekennzeichnet und trägt häufig Namen wie Beige oder Holzarten. |
Olivfarbene Hautuntertöne | haben einen sachten Grün- oder Graustich. Da es nur selten Make-Up eigens für Olivtöne gibt, wird man hier meist bei den neutralen oder warmen Hauttönen fündig. |
Vorsicht! Nicht alle Marken kürzen das Make-Up gleich ab. Zum Beispiel werden bei MAC die Buchstaben W und C in anderer Bedeutung genutzt. Die "kühlen" Farben haben dort einen gelben Unterton, die "warmen" einen rosa/blauen - es läuft also genau gegensätzlicher Bedeutung zur traditionellen Einteilung.
Foundation
Foundations gibt es von leichter bis hoher Deckkraft. Meist lassen sich damit leichte Rötungen und Pickel überdecken, ohne dass man dafür ein anderes Produkt zusätzlich benutzen muss. Sie sorgen für einen sehr ebenmäßigen Teint. Die Haltbarkeit beim Tragen ist oft für viele Stunden gewährleistet und zumeist gibt es eine große Auswahl an Farben. Trockene Hauttypen sollten vorsichtig sein, denn Foundations sorgen oft dafür, dass die Haut zusätzlich austrocknet. Immer mehr Foundations haben auch einen leichten Lichtschutzfaktor (SPF 15) inkludiert.
Die meisten Foundations sind aufbaubar („buildable“). Das bedeutet, du kannst deine Foundation in mehreren Schichten übereinander auftragen, um mehr Deckkraft zu erhalten. Zu viele sollten es aber nicht sein, sonst kann das Gesicht sehr unnatürlich aussehen. Oder wie der Make-Up Artist François Nars es formuliert: „Foundation should unify tone, but it shouldn’t take away the individuality of the skin.”
Dein Make-Up "löst sich auf"? Nicht verzweifeln, wenn das Make-Up nur einige Stunden hält. Gerade wer eine ölige Haut hat, muss meist spätestens nach einem halben Tag „nacharbeiten“. Wer gerade unterwegs ist, kann sich am einfachsten mit einem Puder „retten“. Dieses brauchst du nur auf die Stellen tupfen, die beginnen sich abzusetzen.
BB Cream
Das BB in BB Cream steht für Beauty Balm oder Blemish Balm, das bedeutet, dass sie eine Pflegekomponente hat. BB Creams versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und sind daher meist für alle Hauttypen geeignet. Häufig haben sie einen leichten bis mittelhohen Lichtschutzfaktor (SPF 15 bis SPF 30).
BB Creams haben meist nur eine leichte Deckkraft und sind daher ideal für einen leichten Make-Up-Look. Kleine Rötungen und Hautunregelmäßigkeiten können damit überdeckt werden, der Teint wirkt frischer und gleichmäßiger, aber nicht so schwer abgedeckt wie mit einer Foundation. Die Haltbarkeit ist aber meist weniger lange. Gerade bei hohen Temperaturen ist eine BB Cream oft eine angenehmere Alternative zur Foundation.
CC Cream
CC Cream steht für_ Colour Correcting Cream_, also ein Make-Up mit Farbkorrektur. Sie ist meist in mittlerer bis starker Deckkraft erhältlich. Hier gibt es verschiedene Farben, etwa grüne Pigmente gegen Hautrötungen. Keine Sorge, du bekommst davon kein grünes Gesicht wie die Hexe beim Zauberer von Oz, sondern diese Pigmente neutralisieren optisch das Rot der Haut.
Generell steht aber die langfristige Pflege im Vordergrund, CC Creams sind daher sehr reichhaltig und darum besonders für trockene und ältere Hauttypen geeignet, aber auch für Menschen mit Rosazea, Pigmentstörungen oder vergrößerten Poren. CC Creams verfügen häufig über einen hohen Lichtschutzfaktor (SPF 50+), der die Haut vor Alterung durch die Sonnenstrahlung schützt.
Tinted Moisturizer
Immer öfter findet man auch Tinted Moisturizer, die im Grunde meist nur leicht getönte Feuchtigkeitscremen sind. Sie sind BB Creams sehr ähnlich und haben auch nur eine ganz leichte Abdeckungskraft. Sie unterscheiden sich häufig in der Textur und etwa auch als Gel erhältlich, was besonders für ölige Hauttypen sehr angenehm ist.
Concealer
Das Wort „conceal“ kommt aus dem Englischen und heißt „verbergen“ – beim Concealer soll also namensgebend etwas retuschiert werden; vor allem leichte Unreinheiten oder Ungleichmäßigkeiten der Haut können damit gut verborgen werden, ebenso auch Fältchen, Rötungen und leichte Augenringe. Außerdem hilft ein guter Concealer das Gesicht zu konturieren, das bedeutet ihm mehr Tiefe zu verleihen. Gelegentlich wird ein Concealer auch noch Abdeckstift genannt.
Meist wird der Concealer sparsam zwischen den Augenbrauen auf der Stirn, unter den Augen, entlang der Nasolabialfalte und bei der Mundwinkelfalte („Marionettenfalte“) aufgetupft und danach gut mit einem Beautyschwamm oder einem kleinen Concealer-Pinsel verblendet. Dabei solltest du sparsam sein, denn wenig Concealer kann Unregelmäßigkeiten wunderbar überdecken, doch zu viel kann die Haut rissig und faltig erscheinen lassen.
Puder
Puder kann nicht nur mattieren, sondern mittlerweile auch erfrischen und für Glow sorgen. Prinzipiell lässt sich mit losem Puder jedes Make-Up fixieren. Vor allem Concealer sollte mit Puder fixiert werden, damit er den ganzen Tag durchhält. Häufig wird dieses Auftupfen auch als „Baking“ bezeichnet. Idealerweise sollte man Puder sonst nur auf die Hautstellen auftragen, die im Laufe des Tages andernfalls anfangen zu glänzen – also üblicherweise die sogenannte T-Zone: Stirn, Nase, Kinn.
Doch Achtung: Puder kann die Haut zusätzlich austrocknen und das Make-Up mit der Zeit rissig erscheinen lassen. Wer trockene Haut hat, sollte sich das Puder an der T-Zone daher lieber sparen. Wer allerdings zu öliger Haut neigt, sollte es in kleinen Auftupfbewegungen mit einem Pinsel oder einer Puderquaste gut in die vorige Make-Up-Schicht einarbeiten. Vorsicht, nur nicht wischen, sonst verwischt auch die Schicht darunter.
Bronzer
Mit einem Bronzer kann man selbst im tiefsten Winter wie von der Sonne geküsst aussehen. Das ist besonders bei warmen Hauttypen sehr schön und gibt dem Gesicht eine sommerliche Frische. Kühle und olivfarbene Hauttypen müssen hier allerdings sehr auf die Farbe achten und sollten zu einem Bronzerton greifen, der eher im kalten Farbspektrum zu finden ist und einen starken Grauschleier hat, sonst kann das Gesicht schnell etwas orange aussehen.
Bronzer gibt es in unterschiedlichsten Hauttönen. Idealerweise suchst du dir einen Bronzerton, der dunkler ist, als du im Sommer je werden kannst. Dann trägst du ihn mit einem weichen Pinsel, der häufig an der Spitze etwas abgeschrägt ist, am Haaransatz, an der Kante des Kinns und unterhalb deines Wangenknochens auf. Besonders bei dunkler Haut wirkt ein wenig an die Nasenspitze sehr natürlich und frisch. Danach verblendest du den Bronzer entweder mit dem Pinsel oder einem Beautyschwamm. Arbeite dabei immer nach „außen“, also in Richtung Haaransatz bzw. Kinn und an den Wangenknochen immer von unten nach oben, in kleinen tupfenden Bewegungen.
Contouring und Highlighter
Die Foundation macht das Gesicht zu einer Art Leinwand, doch mit Contouring bzw. Kontur kannst du dein Gesicht ganz nach Belieben betonen und gestalten. Hier kannst du durch optische Tricks dein Gesicht schmaler oder runder wirken lassen. Manches grenzt an Gestaltswandlung, denn du kannst damit sogar die Form deiner Nase ändern und sogar ein Doppelkinn verschwinden lassen. Oder wie es die Visagistin Pat McGrath in Worte fasst: „Creativity is your best makeup skill, don’t be afraid to experiment.“
Für das Konturieren benötigst du dunkle und helle Farben, um dein Gesicht zu modellieren. Diese müssen deutlich dunkler beziehungsweise heller als deine natürliche Hautfarbe sein, um einen Effekt zu erzielen. Die Technik dahinter: Mit dunklen Farben wirfst du einen künstlichen Schatten, wodurch die betonten Stellen optisch in den Hintergrund treten. Im Gegensatz dazu verwendet man helle Farben oder Highlighter, um Stellen hervorzuheben. Wir gehen die üblichen Stellen für Konturen durch, doch sind diese immer individuell für das eigene Gesicht zu sehen.
Sehr helle Hauttypen benötigen teilweise nur Bronzing bzw. eine nicht zu dunkle, eher hellbraune Konturfarbe, damit der Kontrast nicht zu hart erscheint. Die helle Konturfarbe darf dafür gern auch einige Nuancen heller als der Teint sein und je nach Hauttyp fast weiß erscheinen. Dunkle Hauttypen benötigen dementsprechend eine dunklere Konturenfarbe, und auch die helle sollte dann nicht zu hell sein. Mittlere Hauttypen haben den Vorteil, dass sie bei den Farben naturgemäß am meisten Auswahl und so besonders viel Gestaltungsmöglichkeiten haben.
Tipp bei gebräunter Haut: Wer im Sommer sehr stark bräunt und im Winter wieder deutlich heller wird, nutzt am besten verschiedene Konturenfarben je nach Bräunungsgrad. Wer nicht so viel Geld ausgeben will, kann sich aber auch mit stärkerem Verblenden helfen.
Für ausdrucksstarke Wangen trägt man genau unterhalb des Wangenknochens die dunkle Konturenfarbe auf. (Der Wangenknochen lässt sich am besten vorher mit den Fingerkuppen ertasten.) Ziehe dafür einen Strich vom Ansatz der Ohren schräg nach unten, der Form des Wangenknochens folgend, bis etwa zur Mitte der Wange. Dann verblende die Kontur mit einem Pinsel oder Beautyschwamm in entgegengesetzte Richtung in kleinen, tupfenden Bewegungen. Darüber, also genau am Wangenknochen trägst du Highlighter auf, was den Wangenknochen optisch noch einmal nach vor holt und einen sehr drastischen Effekt hat. Auch dieser wird dann verblendet. Das Gesicht wird dadurch schlanker und je nachdem, wie hoch der Farbkontrast ist, gelegentlich auch etwas strenger. Achte darauf, die Kontur nicht bis zum Mund zu ziehen, sondern schon vorm höchsten Punkt der Wange aufzuhören.
Weitere Stellen sind die Kanten deiner Nase mit dunkler Kontur bzw. der Nasenrücken mit heller Farbe. So kannst du deine Nase auch schmäler oder breiter erscheinen lassen, je nachdem wie du die Kanten ziehst. Du kannst natürlich auch einfach ihre natürliche Form betonen.
Für eine deutlichere Kieferstruktur trage dunkle Kontur entlang bzw. leicht unterhalb des Kinns auf und verblende in Richtung weg von der Gesichtsmitte Richtung Hals. Wer ein Doppelkinn hat, kann auch hier dunkle Farbe auftragen und gut verblenden. Willst du dein Gesicht schmaler erscheinen lassen, kannst du rechts und links an den Schläfen etwas dunkle Konturfarbe auftragen und verblenden. Möchtest du es runder erscheinen lassen, geh mit der Konturenfarbe ganz knapp am Haaransatz entlang. Arbeite auch hier in Richtung des Haaransatzes, also von der Gesichtsmitte weg.
Durch Concealer sind die Stellen unter den Augen meist bereits schon aufgehellt. Doch wer keinen nutzt oder sie weiter aufhellen möchte, kann hier mit heller Konturenfarbe arbeiten. Die helle Farbe in der Mitte des Gesichts erfrischt dieses optisch und die Haut wirkt dort voller. Auch kann man unterhalb des Mundes und an der Stirn helle Stellen betonen und verblenden.
Der Unterschied zwischen heller Konturenfarbe und Highlighter ist oft fließend. Häufig haben Highlighter zusätzlich auch etwas mehr Glow oder auch Glitzer.
Zu viel? Sollest du dich als zu „angemalt“ empfinden, und das Verblenden nicht ausreichend helfen, geh einfach mit einer ganz dünnen Schicht Foundation über die Stellen, die dir zu stark erscheinen.
Rouge
Rouge kommt aus dem Französischen und bedeutet „Rot“. Die Farben von Rouge können aber von einem knalligen Rosarot bis hin zu warmen Apricot reichen. Rouge simuliert die gute Durchblutung der Haut und verjüngt das Gesicht optisch.
Es wird an den Wangen aufgetragen und danach verblendet. Um die richtige Stelle an den Wangen zu finden, lächle so stark du nur kannst und schau in den Spiegel. Das Lächeln hebt unsere Wangen und macht es leichter den höchsten Punkt zu finden. Genau dorthin gehört Rouge. Man kann es aber natürlich auch leicht nach hinten Richtung Wangenknochen arbeiten. Doch Achtung, die Konturierung sollte besser nicht übermalt werden.
Süßer Tipp: Wer möchte kann etwas Rouge auch ganz zart an der Nasenspitze auftragen. Das wirkt oft besonders niedlich.
Wenn du mehr zu weiteren Make-Up-Produkten lesen möchtest, schau doch hier in unsere Ratgeber **Augen Make-Up: Für einen bezaubernden Blick** und **Lippen Make-Up: Von sinnlichem Schmollmund bis zur Boss-Babe-Ansage**.
Häufige Fragen & Antworten
Wofür braucht man einen Primer?
Mit dem Primer erhältst du eine Art Grundierung unter deinem Make-Up. Sie können leichte Farbkorrekturen durchführen, die Haut mit Nährstoffen versorgen und helfen, dass zum Beispiel eine Foundation besser an der Haut haftet.
Was ist Camouflage-Make-Up?
Camouflage, auch Corrector genannt, ist nicht etwa Tarnfarbe, sondern dient dazu, starke Verfärbungen auszugleichen. Damit lassen sich, je nach Intensität, Sommersprossen, Altersflecken oder auch sehr starke Augenringe zu verdecken. Die Gegensatzfarbe neutralisiert die Problemfarbe optisch. So deckt man bläuliche Stellen am besten mit einem orange getönten Corrector ab, Violett wird am besten mit Gelb überdeckt. Grün wird durch Rot neutralisiert, Grau durch Rosa.
Was ist der Unterschied zwischen Foundation, BB Cream, CC Cream und Tinted Moisturizer?
Ob Foundation, BB/CC Cream oder Tinted Moisturizer - alle sorgen für ein gleichmäßiges und schöneres Hautbild. Foundations haben die höchste Deckkraft und die längste Tragehaltbarkeit. BB und CC Creams haben zusätzlich eine Pflegeinhaltsstoffe, die die Haut mit Nährstoffen versorgen. CC Creams korrigieren darüber hinaus auch Verfärbungen der Haut. Tinted Moisturizer sind leicht gefärbte Feuchtigkeitscremen und haben die geringste Abdeckungskraft.
Was ist ein Concealer?
Mit einem Concealer werden leichte Unreinheiten oder Ungleichmäßigkeiten der Haut abgedeckt. Dieser sollte sparsam aufgetupft und verblendet werden. Damit er länger hält, solltest du ihn unbedingt mit Puder fixieren.
Wofür brauche ich Make-Up Puder?
Mit Puder lässt sich jedes Make-Up fixieren. Darüber hinaus kann es aber auch erfrischen oder für Glitzer und Glow sorgen. Idealerweise sollte man Puder nur auf die Hautstellen auftragen, die im Laufe des Tages anfangen zu glänzen – also üblicherweise die sogenannte T-Zone: Stirn, Nase, Kinn.
Wie verwende ich Bronzer?
Mit einem Bronzer kann man selbst im tiefsten Winter wie von der Sonne geküsst aussehen. Idealerweise suchst du dir einen Bronzerton, der dunkler ist, als du im Sommer je werden kannst. Trage den Bronzer am Haaransatz, an der Kante des Kinns und unterhalb deines Wangenknochens mit einem weichen Pinsel auf und verblendest das Produkt.
Wie konturiere ich richtig?
Für das Konturieren benötigst du dunkle und helle Farben, um dein Gesicht zu modellieren. Diese müssen deutlich dunkler beziehungsweise heller als deine natürliche Hautfarbe sein, um einen Effekt zu erzielen. Die Technik dahinter: Mit dunklen Farben wirfst du einen künstlichen Schatten, wodurch die betonten Stellen optisch in den Hintergrund treten. Im Gegensatz dazu verwendet man helle Farben oder Highlighter, um Stellen hervorzuheben.
Wangen: Trage unterhalb des Wangenknochens die dunkle Konturenfarbe auf. Ziehe dafür einen Strich vom Ansatz der Ohren schräg nach unten, der Form des Wangenknochens folgend, bis etwa zur Mitte der Wange. Dann verblende die Kontur mit einem Pinsel oder Beautyschwamm in entgegengesetzte Richtung in kleinen, tupfenden Bewegungen. Darüber, also genau am Wangenknochen trägst du Highlighter auf. Auch dieser wird dann verblendet.
Nase: Ziehe die Kanten deiner Nase mit dunkler Kontur bzw. der Nasenrücken mit heller Farbe nach. So kannst du deine Nase auch schmäler oder breiter erscheinen lassen, je nachdem wie du die Kanten ziehst. Du kannst natürlich auch einfach ihre natürliche Form betonen.
Kiefer: Für eine deutlichere Kieferstruktur trage dunkle Kontur entlang bzw. leicht unterhalb des Kinns auf und verblende in Richtung weg von der Gesichtsmitte Richtung Hals.
Wie trage ich Rouge auf?
Rouge wird an den Wangen aufgetragen und danach verblendet. Um die richtige Stelle an den Wangen zu finden, lächle so stark du nur kannst und schau in den Spiegel. Das Lächeln hebt unsere Wangen und macht es leichter den höchsten Punkt zu finden. Genau dorthin gehört Rouge. Man kann es aber natürlich auch leicht nach hinten Richtung Wangenknochen arbeiten.
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